Wechſel— Entwicklung des Handels, Lage des deutſchen Handels— Bedeutung von Krieg, Revolution und Kriegsausgang für die Volkswirtſchaft— Vorteile und Gefahren der Mechaniſierung in der Wirtſchaft— Beſichtigungen.
Geſundheitslehre und Kinderpflege, 1 St. Bau, Leben und Pflege des menſchlichen Körpers. Ausgewählte Kapitel aus der Geſundheitslehre: Ernährung, Kleidung, Lüftung, Heizung uſw. Kinderkrankheiten. Erſte Hilfe. Verbandkurſus.
Wohlfahrtspflege, 1 St.(Siehe Klaſſe II.)
Kindergartenlehre. 1. Theorie: 1 St. Die Theorie ſchließt ſich an die Erfahrungen und Beobachtungen an, die die Schülerinnen im Kindergarten und Hort ſammeln, dabei wird beſonders berückſichtigt: Pflege der Sinne, Übung der Glieder, Behandlung des Nachahmungs-, Wiſſens⸗ und Spieltriebs, Einführung in die Natur, Blumen⸗- und Tierpflege, Geſchichten— erzählen, Bedeutung der Freudigkeit und des Intereſſes, Pflichtgefühl, Hausarbeit: alles beſonders für das vorſchulpflichtige Kind. Bekanntmachen mit der Methode.
2. Praxis. a) Handfertigkeit: Bekanntmachen mit den Fröbelſchen Beſchäftigungen, ihrem Wert für das Kind. Anfertigen von Spielzeug aus unſcheinbarem Material. b) Kinder⸗ garten: 4 St. Zuerſt zuhören, dann als Helferin mitarbeiten und im letzten halben Jahr Gruppen von 5—8 Kindern, je nach Befähigung der Schülerin, ſelbſtändig bei den Spiel⸗ und Beſchäftigungsſtunden ühernehmen. Bei der Kritik, die öfters den Stunden folgt und von der Leiterin und den Schülerinnen ausgeht, äußern letztere ihre Beobachtungen über Charakter, geiſtige und körperliche Anlagen der Kinder. Hausarbeit mit den Kindern, Gartenarbeit. c) Kinderhort, 3 St. Die Schülerinnen beaufſichtigen das Anfertigen der Schularbeiten und übernehmen Gruppen von 5—6 Kindern zur Handfertigkeit: Formen, Farbigmachen, Flechten uſw. Herſtellen von einfachem Spielzeug, Verwendung von wert⸗ loſem Material(Streichholzſchachteln, Katalogen uſw.).
Nadelarbeit: 4 St. Zeichnen eines Taillenmuſters nach Körpermaß. Gearbeitet werden: Bluſen, Röcke, Kleider.
Gartenarbeit, im Sommer wöchentlich 3 Stunden. Praktiſche Betätigung im Schulgarten unter Berückſichtigung der Bedürfniſſe der Frauenſchule.(Bei ſchlechtem Wetter Flicken.)
Beſondere Veranſtaltungen der Frauenſchulklaſſen
A. Mehrtägige Studienfahrten. Nach Thüringen: Eiſenach und Weimar(F1 u. 2). Nach Oberheſſen: Gelnhauſen— Büdingen(PF 1a).
B. Eintägige Studienfahrten. Oppenheim, Katharinenkirche(51)— Muſik⸗ ausſtellung in Frankfurt a. M.(Fi und 2)— Teilnahme am Abendhkonzert des Leipziger Thomanerchors(F1)— Ohlyſtift in Gräfenhauſen(F1)— Odenwaldſchule in Ober⸗ hambach(F 1).
C. Führungen. Ausſtellung„Alte Kunſt“(I und 2)—„Neue Kunſt(F 1)—„Kunſt und Schrift“(F1)— Gemäldegalerie des Muſeums(F1 und 2)— Schloßmuſeum Kranich— ſtein(F1a)— Studentiſche Wirtſchaftshilfe(F1)— Heſſiſcher Diakonieverein mit Wohlfahrts— ſchule( 1)— Eliſabethenſtift mit Zuflucht(i und 2)— Beſuch der Anſtalt für Epileptiſche und des Krüppelheims in Nieder-Ramſtadt( 2)— Landwirtſchaftliche Ausſtellung(F 1 u. 2)— Teilnahme an einem hauswirtſchaftlichen Vortrag(Heag)(F1 und 2)— Beſuch des Arbeits— unterrichts einer Volksſchule( 1)— Teilnahme am Unterricht im Aliceſtift(§1)— Beſichtigung von Frankfurter Kindergärten und Horten(F1).


