Daß mit der Zonen unterschied'nen Ländern Anpassend sich die Menschen auch verändern An Leib und Seele, Sitte und Gewand.
Die gleichen Kräfte sind's, die jene Sterne Und unsre Erde durch das Weltall tragen, Die leuchtend, wärmend aus des Himmels Fernen Durch unsre eignen Lebenspulse schlagen. So sind wir nicht vereinzelt und verlassen, Nein, sind in der Unendlichkeiten Kranz Verflochten, und in unsre Seele fassen
Wir aller Ewigkeiten Widerglanz.
D Chemie und Physik.
(3. Schüler.) Und mehr noch, mehr! Uns ward die heil'ge Gabe, Die an die Spitze uns von allem stellt, Uns ward Vernunft! In uns nur denkt die Welt, Kommt zum Bewußtsein ihrer reichen Habe. Und all die bunte Fülle der Erscheinung, Wir ordnen sie, verbinden sie, begreifen; Wo unser Wissen endet, läßt die Meinung Ins Unbegriffne suchend noch uns schweifen. Und so erschließt des Forschers kühnes Ahnen Dem Geiste immer neue sichre Bahnen. Auch nicht nur tatlos sollen wir empfangen, Wir können selbst erschaffen und gestalten, Mit allen Elementen weise schalten, Zur Herrschaft über jede Kraft gelangen. Denn bildsam immer findet kühnes Wagen, Und klarer Geist die mächtige Natur, Läßt als bezwungen festen Grund sie tragen Das edle, stolze Bauwerk der Kultur. Wie wir der Stoffe Eigenart durchschauen, Ihr Gutes hier, ihr Böses dort erkennen, So lernen wir sie mischen oder trennen, Zu mancherlei Gebrauch zusammenbraun.
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