Ein Sinnbild schafft er sich in allem Schönen Des ew'gen Geistes, der die Welt durchdringt. Erst in der freien Kunst erstrahlet ganz
Die Schönheit uns in ihrem vollen Glanz!
ABD Die Schönheit.
(1. Schüler, 1. und 2. Schülerin zusammen.) So ist die Schönheit uns'res Wachstums Ziel, So streuen wir sie aus in Schmuck und Spiel. Sein ganzes Leben setzt der Künstler dran, Bis er sie zwingt in seiner Schöpfung Bann. Es treibt die Sehnsucht uns nach ihr empor. Sie dringt aus allem Traurigen des Lebens, Aus allen Mißerfolgen uns'res Strebens, Aus Widerspruch und Mangel selbst hervor. Sie kündet uns, daß uns'res Lebens Licht Entzündet sei an einer höher'n Flamme, Und daß uns alle Erdenschwere nicht Zu völliger Unwürdigkeit verdamme. Die Schönheit ist in uns'rer flücht'gen Zeit Ein hoffnungsvoller Strahl der Ewigheit.
SD
Deutsch. (3. Schülerin.)
Wohl edel ist Bewund'rung für das Schöne
Und bess'ren Menschentums geweihter Zeuge,
Doch nicht das Höchste, was das Leben kröne,
Das Höchste nicht, vor dem der Mensch sich beuge. Es wächst ein And'res aus ihr selbst hervor:
Wir treten ein ins weite Reich der Dichtung.
Dem Kind schon öffnet sie das Märchentor,
Dann stetig vorwärts weist sie uns die Richtung,


