Spiel und Turnen. (1. Schüler.)
Der Jugend erste gern erfüllte Pflicht Ist, daß sie selber ihre Kraft entfalte, Die eigne Leiblichkeit gesund gestalte Und sie beherrsch' in schönem Gleichgewicht. Wohl gab nicht allen gleiches Ebenmaß Mutter Natur, und gleich gelenke Glieder. Doch wenn sie dies und das nun auch vergaß Bei dem und jenem, soll's uns nicht betrüben. Was jeder hat, das mag er fröhlich üben. Wenn jeder seinen Teil an Lebenskraft In ernstem Wollen fest zusammenrafft, So reift der Knabe zum entschloss'nen Mann, Das Mädchen rein zur Mutterschaft heran. So tummeln wir im Turnen uns und Spiele, Daß keines auch dem äußern schönen Ziele, Dem gottgegeb'nen, gänzlich ferne bleibe: Der edeln Wohlgestalt im Menschenleibe.
AD Handarbeit.
(1. Schülerin.) In frisch gesunder Schönheit aufzublühen, Die Kraft zu stählen für des Lebens Mühen, Das teilt der Mensch mit allen andern Wesen. Durch seine Kraft will auch das Raubtier siegen, In Farbenpracht sich auch die Blume wiegen: Wir sind zu reich'rer Schönheit noch erlesen. Nicht nur am eignen Leibe streben wir Nach dem gefällig angenehmen Schein, Wir tragen und wir bilden ihn zur Zier Auch in die Welt, die uns umgibt, hinein. Wir können greifen nach den Dingen allen Wie sie im Kreise sind um uns herum,


