Begrüßung.
(6 Schülerinnen und 3 Schüler zusammen.) Sei uns gegrüßet, stattlich neues Haus! In deiner Mauern lichtem, weißen Kleid, Das schmucke Gärtchen, freundlich dir zur Seit, Wie schaust einladend du und wohnlich aus! Sei allen Dank, die emsig an dir schufen! Es ist, als ob des Alltags Arbeitsbürde, Zu der wir hier in Zukunft nun berufen, In solchem Heim um vieles leichter würde. Da stehst du vor uns, wie das neue jJahr, In das man auch neugierig blickt hinein: Was mag uns alles drin beschieden sein An Freud', an Müh', vielleicht an Tränen gar? Bist du doch schon ein Spiegelbild des Lebens, Das ernst erprobt die Kräfte eines jeden. Bald winkt Erfolg, bald ringen wir vergebens, Und Glücks und Unglücks Spiel verwirrt die Fäden.— Dir gegenüber ruh'n die Toten aus Von ihrer Tage fleiß'gem Segenswerke. Daß sich zur gleichen guten Arbeit stärke Das neue Leben, dienst du, freundlich Haus. Wir halten fest, was jene schon gewonnen, Wir führen fort, was mutig sie begonnen. Wir sind ja all dem gleichen Dienst geweiht. Die gleichen Ziele suchen alle Frommen, Die vor uns waren, und die nach uns kommen: Schönheit und Wahrheit und Gerechtigkeit! Die weisen über Zweifel, Not und Spott Der Menschheit ihren Weg hinauf zu Gott.
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