Aufsatz 
Schulrat Johann Karl Schuller : Eine Skizze seines Lebens und Wirkens
Entstehung
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Fackellied am Vorabend der Hamensfeier Seiner ohlgeboren, des herrn, herrn . Johann Karl Schuller, professors am Gymnasium H. B. in hermannstadt und Ehrenmitglied der Berliner Gesellschaft für deutsche Sprache, gesungen von seinen dankbaren Schülern 1842.

Dir nahen dir in abendlichem Schleier Vernimm, vernimm die innigen Gesänge Wit einem Herzen, das von Danke glüht; Von deiner Schüler frohbewegten Reih'n! Den heil'gen Abend deiner Namensfeier Dir kommen nicht in festlichem Gepränge, Begrüssen wir mit einem frohen Lied. dir haben dir nichts Besseres zu weih'n. Beginnt in frohem Kreise Wir singen dir im Kreise Des frohen Liedes deise! Des frohen Liedes i-eise Die Fackel flammt in hoher Glut empor ohl ist der Gabe Irmut uns bewusst Erschalle laut du jugendlicher Chor! Doch presst kein banges Fürchten unsre Brust.

Denn ob wir auch nur(eniges dir bringen lir kennen ja dein freundliches Gemüt; Den illen prüfest du, nicht das Gelingen Der Wunsch ist gut wenn auch die Kraft uns flieht. Drum singt in frohem Kreise Des frohen Liedes Ueise! Der Schmeichler prahlt mit schimmerndem Betrug, Der Liebe ist ein einfach Lied genug.

Dem Dochwohlgeborenen Herrn J. Karl Schuller,

professor am Gymnasium H. B. in hHermannstadt und Ehrenmitglied der Berliner Gesellschaft für deutsche Sprache, gewidmet zur Feier des Hamensfestes von seinen dankbaren Schülern 18.

Fürs geist'ge lohl des Landes sich zu regen Für solche Tat kann dir das hDerz nur danken! Der Bildung seines Volkes sich zu weihn Doch aus dem Jüngling wird dereinst ein flann,

mit treuer hHand die issenschaften pflegen, Und tritt er in des Lebens ernste Schranken Damit sie keimen, blühen und gedeihn Cröffnet sich auch ihm des dirkens Bahn:

Im heil'gen Kreis der Ilusen sich bewegen Dann wird er nie vom Pfad der Tugend wanken, Der hohen TGahrbeit ernster Kämpfer sein Dem Recht, der Tahrheit hängt er treulich an,

Gibt es wohl Schöners, Höheres hinieden Denn ewig bleibt es in das herz gegraben

Bls solch ein Los? Und dies ist dir beschieden! Tas deine orte uns gelehret baben.

Du bist der Geist, der unsre Seelen bindet, Dich preist mein Lied in kühnen Jubelwogen, Der Bildung in des Busens Tiefe webt! mlit bohem Stolz nennt dich mein Vaterland;

Ein Morgenstern, der siegreich Cicht verkündet, Denn wackre Söhne hast du ihm erzogen, Der ewig klar am Geisterbimmel schwebt! Die deines Geistes Flammenstrahl umwand;

Ein Blitz, der flammend unsre Seelen zündet,(Genn lange schon der flitwelt hauch entflogen, Die Geisteskraft, die schaffend in uns lebt, Buf schnellem Flug die Gegenwart entschwand:

Ein Fittig der uns aus des Raumes Schranken GWird dein Gedächtnis auch in fernsten Jahren

Hinaufträgt in die Freiheit der Gedanken! Das Vaterland erhalten und bewahren.