ausserdem noch Zuschüsse von 50— 120 K. Es ist selbstverständlich, dass die Professoren und der Direktor ihre Reisekosten selbst bestritten.
Die Reisekosten hätten um 10 K geringer sein können, wenn wir nicht genötigt gewesen wären, wegen Uberfüllung des aus Alexandrien kommenden Schiffes in Patras noch einen Tag uns aufzuhalten, um den nächsten Dampfer abzuwarten.
Auf der ganzen Reise haben wir von den Eisenbahnverwaltungen und Schiffsgesellschaften grosses Entgegenkommen gefunden, in Griechenland sind wir von Herrn Alexander Neeser, Fremdenführer des Hotels Grande Bretagne, so gut und sorgfältig geführt und behütet worden, dass wir als gute Freunde von ihm geschieden sind.
Die Reise ging ohne jeden Unfall zu Ende und war so lohnend, dass die Absicht besteht, sie im Jahre 1914 zu wiederholen.
4. Schulfeste. Das Abendmahl nahmen die konfirmierten Schüler in Begleitung ihrer Professoren am 12. September in der Pfarrkirche.— Bei der Feier des Namensfestes Sr. Majestät unseres Königs am 4. Oktober hielt Gymnasialprofessor Hans Klein die Ansprache.— Die Karfreitagsfeier wurde unter Beteiligung vieler Freunde und Gönner unserer Schule in üblicher Weise abgehalten, wobei der Schüler der 8. Gymnasialklasse Franz Bonfert die Rede über das Thema:»Licht, Liebe, Leben«, der Oktavaner Arnold Arz von Straussenburg das Gedicht unter dem Titel:»Der Grosse stirbt, das Grosse nimmermehr«, hielt.— Am 11. April wurde die Sanktionierung der 1848 er Gesetze gefeiert, wobei Gymnasialprofessor Schiller die Festrede hielt.— Das Maifest aller ev. Schulanstalten fand Samstag den 31. Mai bei schönstem Wetter und fröhlicher Stimmung statt.
5. Visitationen. Herr Oberstudiendirektor Béla von Walther visitierte unsere Anstalten vom 19.— 23. November. Herr Stadtpfarrer D. A. Schullerus besuchte einige Male den Unter- richt der neu angestellten Professoren und Kandidaten.
6. Widmungen. Die Hermannstädter allg. Sparkassa und die Bodenkreditanstalt, der wir schon bisher sehr viel verdanken, machten auch im abgelaufenen Jahre aus ihrem Rein- gewinne beiden Anstalten reiche Schenkungen, für die auch an dieser Stelle warmer Dank ausgesprochen wird.


