Aufsatz 
Griechischer Unterricht auf homerischer Grundlage
Entstehung
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8 Chronik.

1. Veränderungen im Stande der Professoren. In die durch die Pensionierung des Gymnasialprofessors Franz Arz erledigte Lehrerstelle am Gymnasium hatte das Presbyterium im Juli 1912 den Mediascher Gymnasialprofessor Ernst Binder berufen, der jedoch aus Familien- rücksichten die Stelle nicht antrat. Da ein neuerlicher Konkurs erfolglos gewesen wäre, wurde die Stelle durch die Direktion zunächst suppletorisch besetzt und der geprüfte Kandidat Dr. Bernhard Capesius mit dem Unterricht betraut. Da auch heuer die 1. Gymnasialklasse wieder geteilt werden musste und die Professoren die ganze Zahl der dadurch entstandenen Mehrstunden nicht übernehmen konnten, wurde der grössere Teil derselben dem Kandidaten Wilhelm Schunn übertragen. Am Ende des 1. Semesters legte Schunn seine Stelle nieder und es über- nahmen seine Stunden der Kandidat Dr. Arnold Henrich und der UÜbungskandidat Fritz Keul. Beide hatten ausserdem unter der Leitung der betreffenden ordentlichen Professoren Stunden übernommen, u. zw. Keul Physik in der 7. Gymnasialklasse, Dr. Henrich im 2. Semester Magyarisch in der 4. Gymnasialklasse.

An der Realschule wurde durch die am 8. Februar 1913 erfolgte Wahl des Presby- teriums Gustav Borger zum ordentlichen Professor berufen. G. Borger wurde am 18. No- vember 1885 in Gross-Schenk geboren, absolvierte das Gymnasium in Schässburg im Jahre 1904, studierte in Marburg, Budapest und Jena Theologie, sowie deutsche und magyarische Literatur und Sprache. Im Schuljahre 1910/11 war er Supplent am Lehrerinnenseminar in Schässburg, seit dem 2. Semester des Schuljahres 1911/12 dient er an unserer Anstalt. Die Lehramts- prüfung hat er am 28. Oktober 1912 abgelegt.

2. Die Maturitätsprüfung am Ende des Schuljahres 1911/12 wurde in den Tagen vom 24. 27. Juni unter dem Vorsitz des Herrn Stadtpfarrers D. Adolf Schullerus und im Beisein des Herrn Regierungsvertreters, Alexander Mikola, Professors am ev. Gymnasium in Budapest, vorgenommen.

Am Gymnasium hatten sich die 12 Schüler der VIII. Klasse, 2 Privatschüler und 2 Privatschülerinnen gemeldet. Alle 16 bestanden die Prüfung, darunter 8 mit vorzüglichem Erfolg(unter diesen auch die beiden Privatschülerinnen), 2 gut, 6 einfach.

An der Realschule hatten sich ausser den 13 Schülern der VIII. Klasse 2 aus- wärtige gemeldet. Von diesen entsprachen 5 mit vorzüglichem, 3 mit gutem Erfolg, 4 einfach. 3, darunter 1 Privatschüler, wurden zur Verbesserungsprüfung angewiesen und erwarben sich daher erst im September das Zeugnis der Reife.

Es verliessen demnach mit einem Zeugnis der Reife folgende Schüler:

a) das Gymnasium:

Studien, beziehungsw. Studien, beziehungsw. Namen: zukünftiger Beruf: Namen: zukünftiger Beruf: 1. Ackner Hans.... Jus 9. Konnerth Hedwig.. Medizin 2. Connerth Wilhelm.. Chemie 10. Kraus Josef....* 3. Csiky Viktoria.... Medizin 11. Maetz Gustav.... Technik 4. Czekelius Konrad... Agrikultur 12. Menning Richard.. Handelsfach 5. Eitel Walter.... 13. Paulini Richard... Lehramt 6. Hochmeister Wilhelm v.. Lehramt 14. Schuller Fritz.... Theologie 7. Kaiss Hans..... Handelsfach 15. Spek Rudolf.... Archivwesen 8. Kepp Artur..... Bankfach 16. Zink Albert Medizin