Aufsatz 
Schillers Wallenstein, für den Unterricht behandelt
Entstehung
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3) Anderweitige Zahlungen an die Schulkaſſe haben die Schüler nicht zu leiſten, namentlich nicht beſondere Beiträge zu den Koſten des Turnunterrichts, zur Erhaltung und Erweiterung der Schul⸗Bibliothek, ſowie der dem Unterrichte dienenden Sammlungen und Hülfsmittel, zu den Koſten des Programms u. dgl. m. 3 3

4) Dagegen zahlen diejenigen Schüler, welche aus der Schüler⸗Bibliothek Bücher entleihen wollen, einen vierteljährlichen Leſebeitrag von 5 Sgr. Die ſo aufkommenden Gelder werden voll⸗ ſtändig auf Unterhaltung und Vermehrung der Schüler⸗Bibliothek verwandt. Der Bibliothekar(Ober⸗ lehrer Dr. Haacke) erhält für ſeine geſammte Mühwaltung keinerlei Gratification.

5) Zur Beſchaffung der gewöhnlichen Klaſſenbedürfniſſe, als Tinte, Federn, Schwamm, Kreide u. dgl., hat jeder Schüler monatlich 1 Sgr. an den Ordinarius, resp. die Klaſſenkaſſe zu zahlen. Sollten dieſe Beiträge für die angegebenen Zwecke nicht vollſtändig verbraucht werden, ſo werden die Beſtände im Intereſſe der Klaſſe, in der Regel auf den Antrag oder unter Mitwirkung der Klaſſenſchüler, anderweitig verwandt.. 1r

4. Der Schluß des vorigen Schuljahrs erfolgte am 8. April 1857 mit der Entlaſſung der Abgehenden, namentlich des Abiturienten L. Beſig, der Bekanntmachung der Verſetzungen und der Aus⸗ theilung der Cenſuren durch die Klaſſen⸗Ordinarien. Dieſe Acte hatte der Director in der vorauf⸗ gegangenen allgemeinen Schulverſammlung durch eine Rede vorbereitet, die darzulegen ſuchte, welche Frucht aus der Erkenntniß, daß unſer Wiſſen Stückwerk ſei, gewonnen werde. Die Eröffnung des neuen SchuljahreVs erfolgte, nachdem am Tage zuvor die Prüfung der neu aufgenommenen Schüler ſtattgefunden hatte, am 24. April durch einen Vortrag des Directors, in welchem er in eindring⸗ licher Weiſe den Schülern vorhielt, was die Schule von ihren Zöglingen fordere. Hieran ward die Mit⸗ theilung und die Erläuterung der Schulgeſetze und der Schulordnung geknüpft. Mit der Verſetzung einiger Schüler aus Secunda nach Prima, dem Cenſuren⸗Act und einer Schulfeier, auf welche ich unten (unter II.) noch einmal zurückkommen werde, ward die Schule am 23. September geſchloſſen, um für den Winter wieder am 8. October eröffnet zu werden. In der Eröffnungsrede erörterte der Director, warum dem Schüler der Anfang des Unterrichts werth und erwünſcht ſein müſſe, gab Rathſchläge und Fingerzeige über die zweckmäßigſte Art des Studiums und ermahnte die Schüler zur Sitte und Ord⸗ nung. Den Eintritt der Winterferien benutzte er, um, in Anſchluß an die kurz zuvor gehaltenen Morgen⸗ vorträge, auf die bevorſtehenden Weihnachtstage unmittelbar vorzubereiten, indem er die Weihnachts⸗ geſchenke nach ihrer weihnachtlich⸗ſymboliſchen Bedeutung in Betrachtung zog. Das Sch uljahr wird am 31. März nach Bekanntmachung der Verſetzungen und Austheilung der Cenſuren geſchloſſen werden.

5. Seit Michaelis 1850, ſeitdem die bis jetzt beibehaltene und in ihren Erfolgen bewährte Einrich⸗ tung unſerer religiöſen Vorbereitung für den täglichen Unterricht beſteht(vergl. Progr. 1852 S. 42.), habe ich die von den Lehrern zu Vorträgen behufs der gemeinſchaftlichen Morgenandachten benutzten Themata unter fortlaufenden Nummern alljährlich mitgetheilt. Dieſe Zuſammenſtellung ſollte zunächſt dazu dienen, den unmittelbar betheiligten Collegen einen erwünſchten Anhalt für ähnliche Zwecke und unſeren Schülern eine nutzbare Erinnerung an die gehörten Vorträge zu gewähren; weiterhin dürfte ſie aber auch geeignet ſein, einen Theil des inneren Schullebens nach außen hin erkennbar zu machen, was ja die Berichte in den Programmen mitbezwecken. Aus dieſen Gründen mag auch diesmal noch die Fortſetzung der begonnenen Mittheilungen hier Platz finden. 275. Die Haupttugenden des Schülers. 276. Gemeinſamkeit und Beharrlichkeit können Großes wirken. Mit Bezug auf den Guſtav⸗Adolph⸗ Verein, unter Benutzung von Hebr. 13, 16. 277. Worin beſteht das Weſen des rechten Gottesdienſtes? Epiſt. am Sonnt. Rogate: Jac. 1, 22 27. 278. Wie ſoll der Chriſt gerüſtet ſein? Eph. 6, 10 20. 279. Der heilige Geiſt der Geiſt der Wahrheit. Evangel. am Sonnt. Exaudi: Joh. 15, 2616, 4. 280. Abraham, der Glaubensheld. 281. Die Stiftung der chriſtlichen Kirche: Petrus, Bonifacius,