Aufsatz 
Schillers Wallenstein, für den Unterricht behandelt
Entstehung
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abhaͤngigkeit des Feldherrn ſogleich dahin ſei, wenn das Heer auch nur um ein Fünftheil veriinger werde.

d) Weiter macht er ihnen begreiflich, daß nur Wallenſt ein im Stande ſei, die aus Norden und Süden zuſammengeweheten Haufen zuſunmenzuhalten und zu einer wohl Feerdneten und feſten Macht zu vereinigen.

e) Der erſte Küraſſier ſtimmt dem bei und bodee anf alle fur⸗ einen Mlamn zu ſtehen und trotz des Befehles ſich nicht zu trennen.

f) Die Erinnerung des Arkebuſiers, daß es des Kaiſers Wilte ſei, wird damit zurüc⸗. gewieſen, daß Wallenſtein abſolute Gewalt habe, Reichsfürſt ſei und alſo Soldaten müſſe halten könuen.

g) Der erſte Küraſſier ſetzt dann weiter auseinander, daß der Soldat, der vieles entbehre und ſein Leben überall auf's Spiel ſetze, etwas auf ſich halten müſſe, und daher ſich nicht willen⸗ los dürfe umherſchicken laſſen. Freilich ſeien die Zeiten ſchlecht und Gerechtigkeit ſei nicht mehr in der Welt; aber der Soldat könne das nicht ändern, und bald werde auch der Friede kommen und der Sol⸗ datenherrſchaft ein Ende machen. Darum müſſe man das Glück jetzt mit beiden Händen faſſen und dürfe ſich nicht auseinanderſprengen laſſen.

h) Nach kurzer Berathung, an der ſich aber die Arkebuſtere aus Gehorſam gegen den Kaiſer nicht betheiligen, wird nun auf den Vorſchlag des erſten Küraſſiers beſchloſſen, alle Regimenter zu einem Promemoria zu veranlaſſen, in dem ſie erklären, daß ſie zuſammen und bei dem Friedländer bleiben wollen, und dies dem jungen Piecolomini zur Befürwortung bei Wallenſtein zu überreichen.

i) Ein Hoch auf Piccolomini und auf den Wehrſtand folgt dieſem Beſchluß, worauf der zweite Küraſſier ein Reiterlied anſtimmt.

Aeberblick und gliederung des II. Auftritts.

1.(a) Vorbereitung des Nachfolgenden. Der erſte Küraſſier, der in der nachfolgenden Verhandlung zuletzt den Ausſchlag giebt, wird eingeführt.(Zugleich wird das Anſehn des Pappenheimiſchen Corps hervorgehoben und dabri vortäuſtg auf die Bedeutung des jungen Piccolomini hingedentet).

2.(b bis h) Haupthandlung des Vorſpiels: die Soldaten verabreden ſich, bei Walenſtenn ein Promemoria einzureichen, daß das Heer nicht getrennt werde.

a.(b) Veranlaſſung: das Heer ſoll geſchwächt werden. b. Beweggründe zum Handeln für die Soldaten: .(c) man dürfe das Heer nicht verringern laſſen; 9.(d) man dürfe den Feldherrn nicht fallen laſſen. c. Verhandlung über das, was zu thun iſt. t 3 .(e) Vorſchlag: man ſolle zuſammenhalten und dem Befehl nicht gehorchen. 6.(f) Einwendung gegen den Vorſchlag: man müſſe dem Kaiſer gehorchen; und deren Zurückweiſung: Wallenſtein ſei unabhängig vom Kaiſer. 7.(g) Weitere Begründung des Vorſchlags: die Soldaten müſſen ihr Anſehn und ihre Macht aufrecht erhalten, ſo lange es gehe. a.(h) Beſchluß: man wolle Wallenſtein eine Schrift übereeihen mit der Erklärung, daß ſi ie alle bei ihm zu bleiben entſchloſſen ſeien. 3.(i) Uebergang zum Schluß des Vorſpiels.

Das Reitatid

Zweiter Küraſſier. Nur im Felde, im Krige kommt der Werth des Wuannes recht zur Sre