Aufsatz 
Commentationis criticae de carmine Cantico, quod legitur in Aesch. Sept. C. Theb. vv. 78-164. Schuetz. pars.
Entstehung
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und Rothe wieder ihre frühere, seit dem Eintritt des Dr. Hense verminderte Stundenzahl übernahmen, der Dr. Hense aber zu seinen bisherigen 11 Stunden noch in é andere ein- trat. Letzteres war um so unbedenklicher, da derselbe sich von Anfange an als ein kennt- nissvoller, eifriger und gewandter Lehrer bewährt hatte. Uebrigens ward der dritte Ober- lchrer Dr. Kroll in die Stelle und das Gehalt des Dr. Kretschmar befördert; der Dr. Mönch wurde dritter Oberlehrer ohne Aenderung seiner Einkünfte und sonstigen Stel- lung; in den grössern Theil des Einkommens der bisherigen Stelle des Dr. Kroll, nämlich 500 Thlr., rückte der nunmehrige vierte Oberlehrer Dr. Genthe ein, Dr. Schmalfeld aber erhielt die zweite Kollaboratur, welche aus dem chemaligen Gchalte des Dr. Kroll von 250 auf 354 Thlr. gebracht wurdé, und der bisherige Kandidat Rothe wurde siebenter Lchrer und Stellvertreter des emeritirten Kantor Fuhr mann. Endlich wurde auch durch Allerhöchste Kabinetsordre vom 28. Nov. 1836(hier eingegangen den 6. Januar 1837) der bisherige erste Kollaborator Strobach mit 200 Thalern, vom 1. Oktbr. 1836 an gerech- net, pensionirt. Zn seinem Nachfolger ist der bisherige Hülfslehrer Dr. Gräfenhan aus Mühlhausen ernannt, der jedoch erst nach Ostern hier eintreten kann. Da aber die oben bezeichnete Pension aus dem Einkommen der sehr mittelmässigen Stelle entnommen wird, so beträgt der Rest ihrer Einkünfte nur etwa 180 Thaler. Uebrigens ist über das Rangver- hältniss des Anzustellenden noch nichts bestimmt..

2. Verschiedenes. Das Sommerhalbjahr begann mit der Receptionsprüfung am 12. April.

Am 15. Mai genossen die Lehrer und konfirmirten Schüler der Anstalt das heilige Abendmahl.

Am 25. Juni wurde stiftungsmässig das Langische Gedächtnissfest gefeiert. Der Primaner Oelsner hielt eine Rede über den Satz non scholae sed vitae discen- dum est und der Primaner Mohr beleuchtete die Frage: ob man mit Grund ein Zu- rückschreiten der Menschheit annchmen könne?

Am 21. und 22. August besuchte der Herr Consistorialrath Funck aus Magdeburg meh- rere Klassen und Lektionen im Gymnasium und überzeugte sich allscitig und genügend von seinem derzeitigen Zustande, über den er sich auch in herzlicher und wohlwollender Weise ausgesprochen hat.

Am 17. Sept. 1836 und 13. März 1837 wurden die Abiturientenprüfungen gehalten, 14. März auch ein Auswärtiger, Herzog, von Aschersleben, geprüft und reif befunden.

Am 18 Sept. starb einer der besten Schüler der Anstalt, der Primaner Ludwig Schäffer von Hettstädt, am Schleimſieber. Er hat sich in den Herzen seiner Lehrer und Mitschüler ein unvergängliches Denkmal gestiftet. Am 21. Scpt. früh wurde er von der ganzen Schule zur Ruhe geleitet.

Während des ganzen Schuljahres ist kein Lehrer durch längeres oder bedeutendes Un- wohlsein an der Verwaltung seiner Geschäfte gehindert worden.

Der sonst gebräuchliche Besuch der ersten sogenannten Katechismuspredigt von Seiten des Gymnasiums ist in Gemässheit einer schon 1828 ergangenenen Verordnung des

Königlichen Provinzialschulkollegiums eingestellt worden. Dies zur Nachricht möglicher Deu- tungen halber. 1

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