Aufsatz 
Conjectanea in Aeschyli supplices
Entstehung
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len, wenn Ihr desselben würdig zu werden durch Fleiss, Gehorsam, Anstrengung, durch Tüch- tigkeit und Reinhcit der Gesinnung mit Ernst und Eifer hier beflissen seid! Und nun noch einen Blick dort auf die theuren Züge des Verblärten, 5) dessen Bild Wir von nun an nicht mehr an dieser Stätte erblicken werden, denn es ist heute zum letzten Male, dass er uns in diesen Räumen versammelt. Aber wenn wir ihn nicht mehr öffent- lich feiern, auf dem Altar des Herzens soll ihm das Opfer der Verehrung und der Liebe nimmer fehlen. Und segenbringend bleibt auch er uns nah. Wie in dem Erbreiche der Rönig überhaupt nicht stirbt, wie er in anderm Sinne auch in dem fortlebt was er geschaf. fen:so waltet insbesondere der gute Fürst, nachdem er am Rande des Grabes Rrone und Scepter niedergelegt und sie zugleich mit dem Erbe seines Beispiels mit dem Andenken sei- ner Tugenden und Grundsätze zurückgelassen er waltet fort in dem dankbaren Gedächt- niss seines Volkes; und, zum Schutzgeist desselben verklärt, schreitet er, ein erhabener Schatten, unter den Seinen und begeistert unsichtbar ihre Herzen zu edlen Gefühlen, zu er- habenen Tugenden, zu tapfern Thaten. Und so scheiden wir denn nicht ohne Wehmuth, aber zum Guten ermuntert und gestärkt durch die ihm gewidmete Betrachtung zugleich getröstet über unsere Zukunft durch den Hinblick auf den Erstgebornen des Verklärten, der den Thron seiner Ahnherra bestiegen, und in des Vaters Wegen zu wandeln seinem Volke verheissen hat und erheben unsere Herzen im Gebet zu Gott dem Rönig der- nige, dem Herrn aller Herrn: Allmächtiger, der Du die Rönige der Erde zu Dienern Deiner ewigen Gerechtigkeit bestellt hast, wir bringen hi⸗ Anbetung und Dank, dass Du das theure nun vollendete Haupt uns einst an diesem Tage verliehen und zum Segen Deiner Menschen so lange gnädig erhalten hast. Halte ferner Deine schützende Hand über unser NVaterland, über diese Anstalt, segne den Rönig Deinen Rnecht und Alles was er mit Dir zur Wohlfahrt seines Landes unternimmt, segne unser Aller Arbeit, dass sie zeitliche und ewi- ge Frucht bringe, und wenn es Deinem heiligen Rathschluss gefällt uns Leiden und Prüfun-

gen zu senden, so gieb uns nur Deinen Geist, dass auch sie uns zum wahren Heile gerei- chen mögen. Amen!

Anmerkung: 1) Mozarte Requiem zur Gedächtnissfeier des H

unter Mitwirkung der Gesangschüler des Gymnasiums, aufgeführt vom Musiklehrer Reiche am 19. Juli. 2) Sschleiermacher: am Schluss

seiner akademischen Rede von 1817:Wie würde Friedrich der Gros- se heute regieren? 3) Vergleiche Schillers Jungfrau, Prolog. Auftritt 3. 4) Schönlein: nach glaubwürdiger Privatmittheilung. 5) Des Hochseligen Büste, aufgestellt auf der schwarzdecorirten, künstlich erleuchteten Declamationsbühne.

ochseligen und seiner Königl. Gemahlin,