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dämonische Wesen im rasenden Herakles; der Gâärurog in der Alcestis ist etwas mehr. Von den kühnen Prosopopöien bei Aschylus sind schou in einer früheren Anmerkung mehrere erwähnt worden. leh füige noch den Stahl, den schlichtenden Fremdling aus dem Lande der Scythischen Chalyber,(Sept. adv. Theb. 727), die von Aristophanes urgirten Arme der Wogen, Choëph. 587 n6 7r4⁴αα e⁴ννμ(vgl. m. Gesch. der Th. d. Kunst Th. 1. S. 275), des lieben Vaters bösen sich erfüllenden Fluch, den Eteocles erblickt, wie er mnit thränenlosem Auge neben ihm stehe, hinzu. In vielen dieser meist echt poetischen Bilder ist gleichsam eine ganze Mährchenwelt im Kleinen enthalten, eine Mährchenwelt ganz ähnlich der in unsern deutschen Volks- und Kindermihrchen, wo auch alles, was den Menschen nur umgibt, auch das Gewöhnlichste, Schlich- teste und dabei Unpersönlichste, Leben und Persänlichkeit erhält. Euripides kühne Prosopopöicen, wie der Fuss der Zeit(s. d. angef. Schrift S§. 173,, sind von anderer Art wenigstens als die zuerst angefthr- ten bei Aschylus; hier werden reine Abstrakta personificirt, das ist nicht mehr eine so natirliche, gleich- sam unwillkührliche Thätigkeit der Phantasie. Auch die„να̈νιμι ςενν αομα⁴εανπν[ wxommen jenen früher erwähnten Aschyleischen Ausdricken an kräftiger Naivetät nicht gleich. Ueber das Ekstastische und Orgiastische endlich bei Aschylus ist auch schon früher gesprochen worden; bei Euripides sind die Bacchen, der rasende Herakles, der Orest, die Trojanerinnen, der Hippolytus, die Alcestis mehr oder minder mit solchen Elementen augeffllt; in den uns erhaltenen Sophokleischen Tragödien finddet sich gar nichts der Art, denn des Ajax Wahnwitz im Anfange dieser Tragöcdie hat durchaus nichts Exstatisches. Ob ein rasender Athamas von Sophokles existirte, pleibt nach alle dem, was Welcker a. a. O. Th. S. 323 dariber sagt, immer noch sehr zweifelhaft. Eben so wenig lässt sich über den Alkmäon des Sophokles etwas Sicheres feststellen. Der wahnsinnige Odysseus handelte bekanntlich von dem Scheine des Wahnsinns, den der Held, um sich der Fahrt gegen Troja zu entzichen, angenommen hatte. G 4„„„ 7 c, 2*.— 1„ N 12) Ajax 131.% 16ες τκάμμνει ιι τχαι ⁴eςεε πνι Anαẽrd dνυπιέα᷑ u. deutlicher v. 756 276 ⁴̈ mαἀέτιν 1506 μισ ιμνν‿ ⁴dias oôrus io. Aehnlich auch in den Trachinierinnen v. 163 ed. Herm. 7oror noοaus ⁵ rotunror drir är XGοραςν dati-n zdrmos Se‿, Tur areir Tein G†εᷣ τε τ vOονν 1νο ⁸νπη³ σαρςαeνια ον Qτονον τεοο μ‿νννιοαεον ετηντεενετ⁴ιαα⸗²dνον(denn so muss, slaube ich, hier geschrieben werden; dann entgehen wir allen den seltsamen Konstruktionen, die rück- sichtlich des Genitives 1νν⁴εοαmλνενιν. s. w. von den Interpreten angerathen worden sind. Eine Aenderung ist das auch eigentlich nicht, nur dass man annehmen muss, dass schon frih ie Worte an
eine falsche Stelle geschoben worden und dadurch die Einschiebung eines andern Verses„r⁶ 1.,α⁶ 70, Effr A*νντ ερκα veranlasst worden ist.
13) Rlectra 483. 00„⁴ο νντν ἀφνιιαάααηνεέι ν qdga Erldror ärar, OE0' d nuαd ⁷uνoᷣnros ud d- a ν/◻ ννα vν xαπέωνπειννέυν dloεραειας ενν αάᷣνας, ein Chorgesang, dem besoucdlers auch die dreimal an bedeutungsvollen Stellen wiederkehrende Rache fordernde ulæia eine eigenthiümliche ahnungsschwere Feier- lichkeit mittheilt. Soust weisst auf dies verhängnissvolle Blutbeil auch v. 99 hin. Dass nun auch für Orest wieder diess Beil das Werkzeug des mordrächenden Mordes wird, sagt zwar Sophocles nirgends mit kla- ren Worten, und man köunte fragen, wie er überhaupt zu diesem Beile so schnell hätte kommen können. Doch, wer die griechischen Tragiker kennt, weiss, dass auf solche Bedenken nicht viel zu geben ist, die eben angeführten Worte aber lordern, meine ich, das Beil als Werkzeug der Rache. Der Scholiast frei- lich dachte bei dem vee⁴νινπνν ααα v. 1375 an ein Schwerdt, kein Beil.(s. Soph. Electra ed. Wunder, bihl Graec. poët. Vol. X, 1836, die Amm. zu dieser Stelle).
14) Ajax 819. 822. 663. vergl. Gruppe Ariadne S. 200.
15) Philoctet. 68. 195.
16) Z. Werners u. Miillners grausige Februarstiicke und Grillparzers Ahnfrau mit dem verhänguissvollen ei- ne magische Kraft auf Jaromir ausübenden Dolche köunen sich also auf die Auktorität des g. grossen Sopho- kles nicht berufen, so wenig wie sie(nach Fr. Raumer, Histor. Taschenhuch, Leipzig 1842, über die Pou- tik des Aristoteles, S. 236) mit Aristoteles Forderungen übereinstimmen. Ver gl. Enk, Melpomene od. über
„ das tragische Iuteresse, Wien, 1827, S. 126. u. 127.
17) s. Ajax V. 206, S. 257 u. 258. 1 Qμςσ ydo dreo rεοdς ar 680g v609 d 1 yel. 351, 352, 675,
684, 412, womit denn auch die Zusammensetzung des Chors aus Schiffern sehr gut übereinstimmt,
18) s. u. 25. 47. 141. 209. u. v. 394. die berühmten Worte: 700 0½6 109, 21½0„„ 1G.
19) s. Oed. rex v. 150— 215, vgl. auch v. 470 u. 472. Von ähnlicher Art ist auch in der Antigone der erste Chorgesang u. 100— 116 u. Philoctet. v. 708 etc. Ueber eine ähnliche, weniger feine, aber volksmässigere


