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mühelosen, leicht dahinfliessenden Lebens der leichtbeschwingten Vögel in dem gleichnamigen Aristophani- schen Lustspiele, in dem eine so göttliche, ätherklare Heiterkeit herrscht, dass der Dichter uns selbst eher ein mit raschem Fittig emporschwebender Bewohner der Lüfte zu sein scheint, als ein an den Boden gefesselter, demm dumpfen Erdleben verfallener Mensch. Gibt es doch in der ganzen Poesie kaum etwas Aehnliches, eine aus gleich frischer und tiefsinniger Naturanschauung entsprungene Darstellung des Thier- lebens. Zumal die köstliche Stellev. 1058— 1070, wo mit der hüpfenden Däonischen Lustigkeit der gefliigelten Be- völkerung der Wälder und der Lüfte die ernste spondaische Grandezza, zu der im stolzen Bewustsein der nun er- langten Herrschaft ihre Natur sich zwingt, zu echt komischer Wirkung vereinigt wird,— kann etwas Schöneres wohl gedacht werden? Aber anch das Empfindsame im engeren Sinne vermissen wir nicht in den Gefühlen, die das Thierleben im Gemitthe der Alten erweckte. Aus den schluchzenden Tönen der Nachtigall hörte der Grieche eine reuig sehnsuchtsvolle Klage um verlorenes Glick, die Klage der Mutter- liebe um das verlorene, das umgebrachte Kind heraus, gewiss mit nicht minder tiefer Empfindung für die Sissigkeit, den herzbewältigenden Zauber ihres Gesanges als wir, die wir die Sehnsuchtsklagen einer Zärtlichkeit anderer Art in ihm zu vernehmen glanben; denn die Poesie des Schmerzes, der klagenden Sehn- sucht, enthiillte sich ihm nicht minder deutlich als uns in jenen langgezogenen, aus tiefer Brust hervorquel- lenden Tönen des kleinen im dunkelen Gebisch durch sein Lied um den nächtlichen Schlummer sich täu- schenden Vogels, in den labyrinthischen Windungen des Gesanges, in denen er hin und her irrt in schwel- gender Lust, als könnte er nie satt, nie mide werden seiner Qual, der Qual vereinsamter Liebe, schmerz- lich sisser Erinnerung(vgl. Welcker die griechische Tragödie, 1. Abth., S. 374. 375, Wo auch die Haupt- stellen der Alten, in denen der Gesang der Nachtigall geschildert wird, angeführt sind. Das tiefste Gefüihl für seine Reize verräth wohl Sophocles in der Elektra V. 147, wo Electra sich selbst, die unablässig um den Vater klagende, mit der Nachtigall vergleicht, dem sinnesverwirrten Vogel,& Iruy, leν Trve 670- qugerat,(obwohl auch Aeschylus schon eine ähnliche Stelle hat, Asam. 1145), und Aristophanes in den Vögeln v. 210 u. d. flg.
2) s. Ajax v. 860 u. d. flg. ꝶm—φ.όροο, vi 1O°ν oæelag 400„,
Ta*uαναόννοο, απωυσονιέσταςα ⁵σἀνοεσον etc.
xνννα‿ τε τιυυηι σν ⁶ε εα Tοαυed
nεαμα*αποασαμυ⁴ιι, αdεν, d, 1οσσ ενα wo die Innigkeit des ganzen Verhältnisses besonders auch durch die den Schluss bildenden Worte„ dro- qic οt? schön bezeichnet wird, denn dass an eine materielle Nahrung, die sie ihm gewährt höätten, hier nicht zu denken ist, leuchtet wohl von selbst ein. Erlaubte auch der Zusammenhang, der hohe dichteri- sche Schwung, der in diesem ganzen Abschiedsgrusse herrscht, daran zu denken, was sollte denn das über- haupt für eine Nahrung sein, die er den Troischen Gefilden zu danken gehabt hätte.? Auch beziehet sich ja die Anrede 1009& c 2t offenbar auch auf den Sonnenstrahl und den heimischen Boden von Salamis; schon desshalb ist eine solche. Auslegung derselben nicht zulässig. Die zweite Stelle, auf die im Texte hin- gedeutet wird, findet sich v. 412— 421. Ein noch vertrauteres Verhältniss tibrigens haben wir uns wohl zwischen dem in gänzlicher Oede lebenden Philoktet und der ihn umgebenden Natur zu denken. Am be- stimmtesten spricht sich diess in den Worten aus, die er, da Neaptolem ihm den Betrug. der ihm gespielt worden ist, entdeckt, an die Pelben, die Buchten, die wilden Thiere richtet, v. 936 G hurres, 65 7r00 1*- r8c, 6ꝗErνονιυσασα ν1ν 6 0ei*, 3 2⁴τ⁵ιαἀεοαννεσ ntrOι, dνμιν τνν, od„do νοων 070“ O10 Ae†ο, a- *XG⁴εονμιάιη⁴ον⁵σι το*ς 81ge„, vergl. auch v. 1453 u. d. flg.
.3) s. V. 459 auud die Aumerkung Lobecks zu v. 419 in der zweiten Ausgabe des Ajax, Lips. 1835. S. 255, wo auch sehr richtig angedeutet wird, dass mit dem eben erwähnten rihrenden Scheidegrusse diese Worte durchaus in keinem Widerspruche stehen; hier nämlich spricht Ajax davon, was jetzt die Ebenen Trojas für ihn geworden sind, was sie, wenn er noch länger lebte, von jetzt an für ihn sein würden, dort von dem, wWas sie ihm friiher Naren, was sie bis jetzt ihm gewesen seien.— Zu S, 12, Z. 18 vrgl. Aristot. poet. VI. 28 ed. Herm.* bν⁹ wvruyepude 1eν, drerνrατον zαdzννυαα olzeoy ic Toιντιν.
4) Wenn auf ein orientalisches Element in Aeschylus Dichternatur im Texte hingedeutet wird, so ist der Begriff des Orientalischen hier freilich in seinem weitesten Umfange genommen worden; denn nicht nur die Yorliebe für das Prächtige, für das Kolossale und Gig gantische, das Phantastische und Wunderbare, nicht nur das Ekstastische und Orgiasti che, was in seiner Tragik, wie freilich immer noch weniger die erhalte-
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