Aufsatz 
Das Alexanderlied des zwölfen Jahrhunderts
Entstehung
Einzelbild herunterladen

5140 ff.

13

manigen edelen brunnen

lüttir unde vil kalt.

vil manich scône magetin

wir al funden

di spilten üf den grunen clè. hei wie scône si sungen,

daz ih unde mine helede balt vergäzen unse herzeleit

unde alliz daz ungemah

unde svaz uns leides ie gescach. svanne der winter abe ginc unde iz begunde gruͤnen

unde di edelen blümen

in den walt begunden uf gän, wären si vil wol getàn.

alse sih di blüme obene entslöz, 80 waren dar inne

megede rehte vollencomen.

sie giengen unde lebeten, menschen sin si habeten.

si waren mit zuhten wol gemeit unde lacheten unde wären frõ unde sungen alsô

daz è noh sint nehein man

so suze stimme ne vernam.

do wart irschellet der walt von der szer stimme

di sungen inne

di fugele unde di magetin;

wi mohtiz wunniclicher sin

frô unde spaàte.

vil jàmmerliche uns gescach daz ih verclagen nit ne mach. do di zit vollenginc

unse frowede di zeginc:

di blämen gare verturben

unde die scönen fruwen sturben di buome ir löub liezen

unde di brunnen ir fliezen

unde di fugele ir singen.

doô begunde dvingen

unfrowede min herze

mit manicfalder smerze,