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Botſchaft hatten gefangen genommen und hängen laſſen, und es erfüllte den Helden mit eines zornigen Löwen Muth. Die Stadt wird umſchloſſen und beſtürmt; aber die Tyrier erſchlugen ſo viel, daß die Wogen des Mee⸗ res von dem Blute roth wurden und daß Alerander, da ein Meeresſturm viele Schiffe vernichtete, den Befehl, die Stadt mit Sturm zu nehmen widerrief. Er läßt Bäume zu Belagerungsthürmen auf dem Libanon fällen; die Araber, die Tyrus ihre Gunſt zuwandten, griffen die Fällenden an und Alerander ſelbſt muß ihnen zu Hilfe eilen. Unterdeß erleiden in ſeiner Abweſenheit die Griechen eine große Niederlage. Alerxander läßt jetzt die Schiffe mit ſtarkem Eiſen umſpannen, je zwei zu einander; auf dieſen wurden Bergfrieden, d. h. Belagerungs⸗ thürme zu den Zinnen getrieben und zu Lande ließ er ſtarke Gewerke machen und auf Scheiben zur Stadt hin⸗ treiben und die Mauern hieß er mit ſtählernen Geſchoſſen ſtoßen. Der Sturm, der ſich erhob, war groß, man warf mit aller Macht und ſchoß hinauf zur Burg, zum Feind hinunter. Da wuchs Alexander der Muth; von den Mauern brach er und ſeine Schaar Eine und vom Sturmgeräth und Maſchienen auf Scheiben ward eine zweite Mauer gebrochen. Mit Staunen ſah man, wie Alexanders Muth ſich am Kampf erfreute, er tödtet den Herzog von Tyrus und bemächtigt ſich endlich nach dem bartnäckigſten Widerſtande von Seiten der Belagerten, und nachdem die Belagerer griechiſch Feuer in die Burg geworfen, der Stadt.
Jetzt rächt er auf grauſame Weiſe die von ihm geſandten drei Boten, welche man gehängt hatte, dreitau⸗ ſend Bürger läßt er blenden und hängen; doch wurde er des Sieges nimmer froh, da ihm von ſeinen Leuten mehr todt lagen, als in Tyrus Bürger oder Fremde. Tyrus liegt zerſtört, Spott und Drohung wagt Darius gegen Alerander bei dieſer Nachricht. Er droht, daß er ihn mit Nuthen peitſchen laſſen werde. Großmüthig ge⸗ gen die Verkünder dieſer Botſchaft, ruft Alexander aus: Unbeſonnen, thörigt, feig iſt Darius; er wiſſe, ſo ſchreibt er ihm, daß alles mein eigen ſein wird, was der Himmel einſchließt, und daß ich Herr werden ſoll auf dieſer Erde über alle Reiche der Welt und über die Lande aller Orten, die jemals genannt worden ſind. Als Darius den Brief las, da fuhr er in Zorneswuth empor, er ſchwört Rache und fordert drei Fürſten auf gegen Alexander zu ziehn. Dieſer dringt über den Euphrat,(Granikus) die Fürſten treten ihm entgegen, er kommt in große Gefahr und wird von Dalcym(Klitus) gerettet. Und er ſprang auf ſein Roß, ſein Gebahren war eis⸗ lich, die Augen rollten fürchterlich, darum entſetzte ſich mancher Mann. Von ſtarkem Zorn ergriffen nahm Alex⸗ ander ſein Roß mit dem Sporn und führte manchen Schwertesſchwung und des Feindes Heer ſchlug er nieder wie Gras. Von einem Volkskampf hört man wol ſagen, der auf dem Wulpenſand geſchah, wo Hilde's Vater todt lag mit Hagen und mit Wate: dieſer Kampf und Herwich und Wolfwin konnten ſich ihm nicht gleichſtellen, noch ſonſt ein Mann: ſo kühn griff Alexander an und wenn auch Achilles und Hector und Ajar und Neſtor fochten mit kühnem Muth und auch ſcharfe Speere trugen, ſo durfte doch unter allen dieſen ihm Keiner gleich zu kommen wähnen.— Nun folgen die mannigfaltigſten Kämpfe zum Theil in wunderlich verworrenen Zügen und eben ſo unhiſtoriſchen Oertlichkeiten, bis Alexander die Stadt Batra und Darius Familie in ſeine Gewalt bekommt. Darius weiß ihm ſchlechten Dank für die edle Behandlung der Seinen. Ich weiß Dir's nicht beſſer Dank, als wenn Du ſie hätteſt erſchlagen, ſo entbot er Alexander, ich haſſe Dich mit vollem Recht und nimmer⸗ mehr wird ſich mein Muth zu Dir mit Freundlichkeit neigen.
Was ich Deinem Weibe habe zu Gute gethan, erwiedert der Held, das dankt ſie meiner Mutter; Liebe willen diene ich gerne allen Weibern, darum habe ich es gern gethan und will von Dir keine empfangen.
Die Schlacht am Strage zwiſchen Darius und Alexander endet mit vollſtändiger Nie einie um ſei rius flieht. Als die Kunde davon durch Perſien kam, da wurde große Troſtloſigkeit, der Vater w n, der M Kind, das war ein Jammer gar groß, gar Mancher mußte ſeinen Genoſſen beweinen und beklagen, ann
gar Iroß, Jut Me nen den geliebten den Eidam, die Schweſter den Bruder, ihren lieben Sohn die Mutter; auch beweinten die Frau g Mann, die man zu Manne ſollte geben, der leidete das Leben. Darius klagt und wollte lieber tedn als
um ihrer Lohn
derlage der Perſer. Da⸗


