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i. Durchſteigen mit völlig geſtrecktem Körper. Man geht an den Tauen gleich⸗ oder wechſelhändig ſo hoch hinauf, daß man ſich, die Beine geſtreckt und die Fuſſſpitzen nach Unten, auf der anderen Seite des Stockes wieder hinunterlaſſen kann, ohne denſelben mit den Füſſen im Geringſten zu berühren.
k. Beinhang an den Tauen. Man ſtellt ſich mit dem Rücken an den Stock, umfaſſt mit beiden Händen die Taue etwa ſchulterhoch, umſchlingt dieſelben mit den überſchlagenden Beinen, läſſt die Hände los, kreuzt die Arme über der Bruſt und bleibt nun, den Stock im Kreuze, ein Weilchen ſchaukelnd hangen— doch nicht zu lange, damit das Blut nicht zu ſtark nach dem Kopfe ſtröme.
1. Armhang-Schaukeln. Man ſtellt ſich mit dem Rücken an die Schaukel, umſchlingt den Stock mit beiden Armen ſo, daß derſelbe ein Wenig über die Ellenbogen zu liegen kommt, und legt die Hände flach auf die Bruſt. Nun ſtößt man ſich ab, biegt den Kopf ſoweit wie möglich zurück und ſchaukelt ſich einigemal. Doch muß darauf geſehn werden, daß die Bruſt ſtets gewolbt bleibe und der Kopf nicht vorn überhange..
m. Kreuzdruck⸗Schaukeln. Stand, wie bei voriger Ubung. Die Hände liegen im Aufgriff auf dem Stocke, der ganze Körper krümmt ſich, mit an den Stock gepreſſtem Kreuze, nach Hinten, und man ſchaukelt nun, ſich von Zeit zu Zeit kräftig abſtoßend, mehrmals hin und her. Weniger Geübte können die Ellenbogen an die Taue legen und ſich dadurch ſtützen; Geübtere jedoch müſſen völlig frei hangen und dürfen nicht vornüber fallen.
Dieß ſind die bei uns gebräuchlichen Streckſchaukel⸗Ubungen. Bei einigem Nachdenken laſſen ſich deren noch mehre auffinden; doch muß man ſich vor Spielereien hüten und nie das Princip der Nützlichkeit aus den Augen verlieren!
3) Klettertaue, an denen mit und ohne Hilfe der Füſſe geklettert wird. Neben dem längſten Taue iſt eine Sicherheitleine angebracht, die auf einer Rolle läuft und mittelſt eines Gurtes ſchwachen Kletterern um den Leib gelegt wird, damit ſie nicht herunterfallen. 1 4) Kletterſtangen, bewegliche und unbewegliche. Hier werden bei dem Klettern ohne Füſſe die Beine geſchloſſen, geſtreckt, und die Stange ruht ſeitwärts am Körper— während bei dem Tauklettern ohne Füſſe das Tau zwiſchen den geöffneten und ebenfalls ge⸗ ſtreckten Beinen hangen muß. 1 3 5) Strickleitern. 6) Sproſſentau. 7) Knotentau. 8) Ein Enterbaum. 9) Eine Enterſtange. 10) Steigebäume, ſchräg. 11) Ein Steigebaum, horizontal gelegt. 12) Horizontale und ſchräge Leitern. 1 Recke. Bewegliche und unbewegliche. 14) Winter⸗Barren. Sogenannte Sommer⸗Barren laſſen ſich leider bei uns nicht anbringen, weil der Turnplatz unbewacht liegt. 15) Ein Schwebebaum. 16) Böcke zum Springen. 199 Ein Voltigirpferd oder Schwingel. 18) Zwei gezahnte Ständer zum Stangenſpringen, nebſt den dazu nöthigen Stangen und einer Leine mit Sandſäcken. 1th
19) Ein Gerkopf nebſt Wurfſtangen. Dieſer iſt bei uns loſe aufgelegt, alſo nicht durch Charniere befeſtigt. Der getroffene und hinuntergeworfene Kopf muß ja in beiden Fällen wieder aufgeſetzt werden! Man erſpart alſo keine Zeit bei einem Charniere. Ferner
3) Bei'm Klettern laſſe man den urſprung einer Jugendſuͤnde nicht auſſer Acht, die grade hier am meiſten wachgerufen werden kann!


