15
Rückerts Spruch:„Wacker iſt der Mann, der ſein Pfund benutzt, zum Dien des Va terlanden weihet ſeine Kräfte.“ Für denſelben Tag eu 171 das Bye Collegium von der Hochloͤblichen Commandantur eingeladen, der großen Parade, welche um 11½ Uhr auf dem Fr.⸗Wilh.⸗Platze abgehalten werden ſollte, beizuwohnen; welcher freundli⸗ chen Einladung gern Folge gegeben 4
Den 19. Oktober 1840 zeigte und erklärte der reiſende Profeſſor Richter den ü das Zeichnen nach der Natur und Abdrucken der Zeichnungen auf eine vech kaßiche alſchülemn geldlich in den Klaſſen. drn
Den 26. Oktober erhielt der Unterzeichnete von dem Vorſtande des hieſige n i 12 Einlaßkarten für den unentgeldlichen Beſuch der Kunſt⸗ und Geweiensſſtdereins Vertheilung unter die dürftigen Realſchüler.
Den 19. Dezember Mittwochs erſchien der K. Regierungs⸗ und Schul⸗Rath Herr Boge⸗ dein aus Oppeln Früh um 8 Uhr im Schullokale und beſuchte den Unterricht in allen Klaſſen bis 12 Uhr, desgleichen Nachmittag um 3 Uhr den Turnunterricht; Donnerſtag den 20. ſetzte derſelbe den Beſuch von 8— 12 und von 2— 4 Uhr fort, desgleichen auch den 21. von 8— 12, und hielt um 3 Uhr des Nachmittags eine Conferenz mit dem geſammten Lehrercolle⸗ Tünn 8 in welcher er ſich über den deutſchen, geographiſchen und geſchichtlichen Unterricht ausſprach. 5
Den 22. Dezember wurde der Unterricht um 10 Uhr geſchloſſen und die Realſchüler zu den Weihnachtsferien entlaſſen.
Vom 1. Oktober bis Ende Dezember 1849 mußte noch die Vertretung des Ob. L. Dr. Paur in der früheren Art fortgeführt werden. Da aber dieſe Angelegenheit durch Mitwir⸗ kung Sr. Excellenz des Herrn Miniſters von Ladenberg zu Ende geführt wurde, und der Herr Dr. Paur auf ſeine Stelle zu reſigniren ſich bereit erklärt hatte; ſo konnte die Stadt⸗Schulen⸗ Deputation, aufgefordert von dem Wohllöblichen Magiſtrate, den Candidaten des höhern Lehr⸗ amtes Herrn Dr. Bauer, welcher im vorigen Schuljahre ſein Probejahr an dem hieſigen K. Gymnaſium zur Zufriedenheit abgeleiſtet, und der Realſchule durch bereitwillige Uebernahme von vielen Vertretungsſtunden vom 1. Juni bis Ende Dezember gefällig geworden war, für die interimiſtiſche Anſtellung in dieſe vacant werdende Stelle in Vorſchlag bringen, welcher Vorſchlag von dem Wohllöblichen Magiſtrate und der Stadtverordneten Verſammlung genehmigt wurde, ſo daß derſelbe den 3. Januar a. c. bei Wiedereröffnung des Unterrichts in dieſem Jahre als interimiſtiſcher Lehrer eintreten und den Unterricht der deutſchen und polniſchen Sprache in Prima und Sekunda, der lateiniſchen Sprache in Prima und der franzöſiſchen Sprache in Sekunda und Tertia übernehmen konnte.—
Mit dem Anfange dieſes Schuljahres trat der Candidat des Predigtamtes Herr Conſtantin Dittmann aus Lampersdorf ſein Amt als interimiſtiſcher evangeliſcher Religionslehrer an,(da der Candidat Herr Wilking eine vortheilhafte Hauslehrerſtelle im Großherzogthum Mecklenburg angenommen hatte) und übernahm außer dem evangeliſchen Religionsunterrichte noch den Un⸗ terricht im Franzöſiſchen in zwei Klaſſen und im Engliſchen in Prima.
Der Gymnaſiallehrer Herr Otto ſchied Ende Dezember 1849 als Vertreter eines Theils der Dr. Paur'ſchen Unterrichtsſtunden aus, nachdem er vom 10. Februar 1848 bis Ende De⸗ eeen 34 mit fle er Bereitwilligkeit den Unterricht bernoimneh und dn Luſt aund Liebe er e, wofür ich i i ichſt öffentlich abſtatte und ihm ſte pflich⸗ tet bleiben werde. ch ihm meinen herzlichſten Dank öffentlich abſt ſtets verpflich
Desgleichen trat auch der Candidat des höheren Lehramtes Herr Schiel Ende Dezember aus, welcher im Juli und Auguſt einigen Vertretungsunterricht in Quarta und Tertia ertheilt und auch noch im Oktober bis Dezember einige Aushülfe geleiſtet hatte, wofuͤr ich ihm hiermit meinen Dank abſtatte.
Den 15. Mai unternahmen die ſämmtlichen Realſchüler begleitet von den Hrn. Lehrern einen Eypaziergang nach der Nachbarſtadt⸗Ottmachau, welcher zur allgemeinen Zufriedenheit ausfiel.


