Aufsatz 
Kanon der zu lernenden und zu lesenden Stücke aus dem deutschen Lesebuche von Prof. Dr. Chr. Muff (Ausgabe von 1902) für die Klassen Sexta bis Sekunda nach den Lehrplänen von 1901
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Eine Schülervereinigung zur Pflege von Bewegungsspielen und Leibesübungen besteht an der Anstalt nicht.

Im Sommer 1898 wurde ein Lawn-Tennisplatz auf dem Schulhofe angelegt, der auch in diesem Jahre von den Lehrern und Schülern der beiden oberen Klassen benutzt

wurde. Von den das Progymnasium zur Zeit besuchenden 138 Schülern sind 20 Frei-

schwimmer, ausserdem können sich 46 eine gewisse Zeit über Wasser halten; das sind 14,49 bezw. 33,33% von der Gesamtzahl der Schüler. Im Sommer haben das Schwimmen in der Drewenz neu gelernt 17 Schüler.

Zum Schlittschuhlaufen bot der vergangene Winter nur wenig Gelegenheit, da die Drewenz nicht zufror und sonst nur eine kleine Eisfläche zur Verfügung stand. Diese wurde aber fleissig benutzt, und da die Schüler dafür grosses Interesse zeigten, wurde in der I. Abteilung eine Turnstunde dem Eislaufen gewidmet.

B. Zeichnen. Das Zeichnen wurde allmählich den Forderungen des neuen Lehr- planes angepasst.

V. Zeichnen ebener Gebilde nach vorausgegangener Besprechung und Ent- wickelung an der Wandtafel, sowie Zeichnen flacher Formen aus dem Gesichtskreise der Schüler. 2 St. Schaumann.

IV. Zeichnen ebener Gebilde zum Teil nach Stuhlmann'schen Wandtafeln. Übungen im Treffen von Farben. Zeichnen nach Blättern und Wiedergabe der Blatt-

formen aus dem Gedächtnis. 2 St. Schaumann. IIIb. Ubungen im perspektivischen Darstellen regelmässiger Holzkörper. Zeichnen nach einfachen Gebrauchsgegenständen. 2 St. Schaumann.

IIIa. Übungen im Wiedergeben von Licht und Schatten an Gipsmodellen in Wischmanier. Zeichnen nach schwierigeren Gebrauchsgegenständen. 2 St. Schaumann.

IIb. Am fakultativen Zeichenunterrichte beteiligten sich im Sommer 7, im Winter 4 Schüler; im Sommer erhielten die Sekundaner 2 Stunden gesonderten Zeichenunterricht, im Winter waren IIb und IIIa kombiniert. Der Stoff war derselbe wie in IIIa.

4. Verzeichnis der eingeführten Lehr- und Ubungsbücher.

Religion. Evang.: In VII, VI, V, IV Biblische Geschichte von Woike-Triebel, der kleine Katechismus Luthers. In III a und b, II die Bibel nach Lutherscher Über- setzung. Noack, Handbuch für den evangel. Religionsunterricht.

Kathol.: In VII, VI, V, IV Biblische Geschichte von Schuster. Katechismus der Diöcese Kulm. In III a und b der grosse Katechismus von Deharbe. Biblische Ge- schichte von Schuster. Storch, Kultus der kathol. Kirche. In II Dubelmann, Handbuch der kathol. Religion.

Deutsch. VII II Lesebuch von Hopf und Paulsiek in der Ausgabe von Muff.

Latein. Grammatik: VI II: Ellendt-Seyffert, Unngsbücher von Ostermann, VI- IIIa. In II Ostermann-Müller 4. Teil.

Griechisch. IIIb, IIIa, II Kaegi, Kurzgefasste Schul-Grammatik. IIIb: Kaegi, Griechisches Ubungsbuck, Teil I; IIIa und II: Dasselbe, Teil II.

Französisch. Die Grammatit und die Lehrbücher der franz. Sprache von Börner, in der gekürzten Ausgabe C.