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S. X. Für den Mai: Morgengruß. Anonym(Morgens⸗ in den Gedieh- ten S. 55).
§. 1. Nach Reisegesprächen Nov. 1848.
S. 52. Einer Todten. Anonym.(In den Gedichten Einer Todten- S. 46).
S. 125 26. Octoberlied. Anonym.
1851. S. 102/3. Waldweg.
Von vier unter diesen Gedichten, darunter das umfangreichere Früh- lingsankunft-, ist nur auf Grund der Manuskripte des Autors bekannt ge- worden. Sieben sind später nicht mehr berücksichtigt worden, weshalb Schützes Angabe, es habe aus dem Volksbuch 1846 und aus den folgen- den alles in die ⸗Sommergeschichten und Liedern»- Eingang gefunden, schon hier berichtigt werden muß. Wie wichtig indes diese heute so selten gewordenen Bändchen für den sind, der den Gedichten Storms nach- korscht, erhellt die Tatsache, daß 21 dieser Beiträge— die drei Herbst- odlehte als eines gezählt sich bis in die Ausgabe letzter Hand erhalten
aben.
Die Volksbücher sind 1844 bis einschließlich 1851 herausgegeben worden. Wie es kam, daß in den Jahrgängen 1845 und 1847 jede Spur einer Mitarbeiterschaft von Seiten Storms fehlte, wird einmal erklärt werden müssen. Daß wiederum von einem Teil der Gedichte, zum Teil solchen in den Jahrgängen 1844/46 jede Niederschrift mangelt, bekräftigt die An- nahme, es habe aufer den bekannten ein uns unbekannter Manuskripten- band existiert.
Im Anfang des Jahres 1851 erschienen die ⸗Sommergeschichten und Lieder-, ein Oktavbändchen von 150 Seiten. Der Goldklang des-Ok- toberliedes“ eröffnete als Prolog«; am Ende standen die zierlichen Schnee- wittchenreime.
Um die Zeit, der diese Gedichte angehören, genau abzugrenzen, muß daran erinnert werden. daß Storm schon am 20. November 1850(Mörike- Storm-Briefwechsel S. 5) das neue Buch seinem Freunde senden konnte. Die Hälfte der hier vereinigten Gedichte— 18 an der Zahl— waren neu, die übrigen hatten schon dem Liederbuch und den Volksbüchern an- gehört, aus denen er mit andern auch die zwei patriotischen Gedichte übergieng, vielleicht um den Frieden und die nur in Einsamkeit und Stille kortwirkenden Reize— Immensee, Posthuma und andere lyrisch-idyllische Prosa— in ihrer Wirkung nicht zu beeinträchtigen. Eine sorgfältige Aus- lese scheint getroffen, denn nur sechs Beiträge(von 42) aus dem Lieder- buch und die doppelte Anzahl(von 28)—(Schützes Angabe korrigiert sich hier abermals)— aus den Volksbüchern finden sich hier wieder.
ie neuen Stücke, bis auf zwei, sämmtlich Liebesgedichte, geben manches Rätsel zu lösen; deutlich scheiden sie sich in zwei der Zeit nach getrennte Gruppen, aber von keinem läßt sich ein genaues Datum ermitteln, und nur fünf sind in einer Niederschrift erhalten. Wieder erweist es sich als unwiderleglich, daß noch ein anderes bisher unbekanntes Manuskript in Gebrauch gewesen.(Ein einziges von den Gedichten ist in der letzten Ausgabe nicht vorhanden).
Im gleichen Jahr brachte ein einheimischer ⸗Schleswig-Holstein'scher Musenalmanach für 1851⸗, ein neues Gedicht von Storm: Vermächtnis-, (Später Im Herbst 1850⸗ Gedichte S. 104/6).


