Aufsatz 
De Sophoclis Philocteta
Entstehung
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Unterm 2. Januar 1839 wird Nachricht gegeben, daß auf den Antrag des Königl. Schul⸗Collegii dem Conrector des hieſigen Gymnaſiums Dr. Mei⸗ nicke mittelſt Allerhöchſter Kabinets⸗Ordre vom 17. Nov. 1838 das Prä⸗ dicat eines Profeſſors beygelegt und den Collaboratoren Dr. Strahl und Schmidt hieſelbſt mittelſt Neſeripts vom 29. Dec. 1838 das Prädikat: Oberlehrer, verliehen iſt. Unterm 22. Febr. 1839 wird verordnet, nachdem das Herzogthum Naſſau mit ſeinem Gymnaſium und ſeinen 3 Pä⸗ dagogien dem Programm⸗Verein beigetreten ſei, künftig 185 Exemplare un⸗ ſeres Programms beim Koͤnigl. Schul⸗Collegium einzuſenden ſind. Unterm 3. Julius 1839 werden die Directoren der Gymnaſien aufgefordert, bei der Prüfung fremder Schüler pro immatriculatione mit unnachſichtlicher Strenge nach den Beſtimmungen des Reglements vom 4. Junius 1834 zu verfahren.

Am 25. Auguſt 1838, ſowie am 11., 12., 13. Julius 1839 beehrte uns Herr Regierungs⸗ und Schulrath Lange mit Neviſionsbeſuchen in allen Klaſſen des Gymnaſtums und in der Vorſchule.

Nach Oſtern 1838 begann der Bau des neuen Gymnaſiengebaäͤudes mit allem Eifer nach den Anordnungen des Herrn Bürgermeiſters Krimi⸗ nalrath Grabow, des Herrn Kaͤmmerers Strobel und der Herrn Se⸗ natoren Kalbersberg II. und Meltzer, unter der Leitung des Herrn Bauinſpectors von Doͤmming, des Herrn Conducteurs Lüdke, und Herrn Zimmermeiſters Dieſener. Man nahm die Front ſenkrecht auf die Längener⸗ ſtreckung der Marienkirche, deren Abweichung von der Oſt⸗Weſtlinie ſich hier⸗ bey auf 10 Grad ergab, und grub für das Fundament 13 Fuß tief, wobey man eine Menge Feld⸗ und Backſteine, Reſte alter Fundamente, ein Backofen⸗ foͤrmiges Gemäuer, eine Doppelreihe von Bohlen, die für eine Mühlen⸗Arche erklärt wurden, daneben eine Tonne mit einem Schwerdt und Todtenkopf, außer⸗ dem an einzelnen Stellen zuſammen gehäufte menſchliche Gebeine, auch einzelne Lei⸗ chen, und an einer Stelle eine Menge Ninderhoͤrner, an einer andern Knollen von Pech und Theer fand. Man muß ſich hierbey erinnern, daß 60 Fuß vorwärts längs dem Mittelgraben die Stadtmauer, welche die Altſtadt begrenzt, gegangen iſt. Man grub aber fuͤr das Fundament des Gymnaſien⸗Gebäudes tiefer als dies alles, bis man auf einen mit Waſſer durchzogenen aber ſehr feſten Sandgrund kam, auf wel⸗ chen ein liegendes Noſt von Kiefernholz 6 Fuß breit gelegt, und drüber mit Feld⸗ ſteinen an drey Abſätzen, 5 3 F. breit und 14 F. hoch gemauert wurde. Dar⸗ auf kam das erſte Stockwerk ganz maſſiv von gebrannten Backſteinen, 126 F. lang, 50 F. breit(tief), 12 F. hoch, in der äͤußern Mauer 31 Zoll dick, welches im Oetbr. beendigt wurde. Im Sommer 1839 ward das zweite und dritte Stockwerk in allen Waͤnden maſſiv gemauert; es wurden die Balken für die Decken der einzelnen Stockwerke und für das flache Dach gelegt; am 3. Auguſt 1839 ward die mit Muſik in Begleitung von den Autoritäten hergeleitete Krone anidelebe, und