Aufsatz 
De Sophoclis Philocteta
Entstehung
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VBeri ch

des Direectors Paalzow über das Gymuaſium zu Prenzlau von Oſtern 1828 bis Michagelis 1839.

A. Chronik.

In dem Zeitraum von Oſtern 1838 bis Michaelis 1839 ſind folgende Ver⸗ fuͤgungen durch das Koͤnigliche Schul⸗Collegium der Provinz Branden⸗ burg erlaſſen oder mitgetheilt worden: Unterm 2. April 1838 werden die in dem Reglement des Konigl. Miniſterii vom 24. Oct. 1837 enthaltenen Beſtimmungen über das PrädicatOberlehrer dahin erläutert, daß das Klaſſen⸗ Ordinariat auch den Lehrern der Mathematik und Naturviſſenſchaft ubertra⸗ gen, alſo von ihnen auch das Prädikat Oberlehrer erworben werden koͤnne, daß aber nicht alle Klaſſen⸗Ordinarien, ſondern nur diejenigen, welche ſich als ſolche ausgezeichnet haben, dieſes Prädikat erhalten ſollen, weshalb in je⸗ dem einzelnen Falle darauf angetragen werden muüſſe. Unterm 30. April 1838 wird darauf gedrungen, daß im Religions⸗Unterricht der Unterklaſſen die Bibelkunde gefördert, daß die wichtigſten Bibelſprüche, der kleine Katechismus Luthers(oder für andere chriſtl. Confeſſionen die bibliſchen Grundlagen der erſten Hauptſtücke deſſelben) und vorzügliche Kirchenlieder auswendig gelernt, und daß dieſe Kenntniß in den Mittel⸗ und Ober⸗Klaſſen erhalten werden ſolle. Unterm 5. Junius 1838 wird feſtgeſetzt, daß die oͤffentliche Schulprüfung am hieſigen Gymnaſium, ſtatt zu Oſtern, von jetzt ab zu Michaelis jeden Jahres abgehalten werde, und hienach die nächſte Prüfung Michaelis 1839 Statt finden ſolle. Unterm 19. Nov. 1838 wird die Frage: Ob die nicht Griechiſch lernenden Secundaner auch nach Prima verſetzt werden koͤnnen? dahin beantwortet, daß dieſe Verſetzung zwar in einzelnen außerordentlichen Fällen Statt haben könne, daß jedoch die vom Griechiſchen dispenſirten Pri⸗ maner in der Negel gar nicht, jedenfalls nicht ohne beſondere Genehmigung des Koͤnigl. Miniſterii zur Abiturienten⸗Prüfung zugelaſſen werden dürfen.