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Alten an, bald verfluchten sie den Trug und die Grausamkeit der Stiefmutter und den verbrecherischen Sinn Rustans, dass sie ein solches Licht des Hauses Osman. So verbrachten sie jenen Tag mit Fasten, ohne auch nur einen Tropfen Wasser zu sich zu nehmen, und es gab viele, die sogar noch länger nüchtern blieben. Sicher herrschte im ganzen Lager mehrere Tage tiefe Trauer, und es schien für den Schmerz und die Totenklage kein Ende zu geben, wenn nicht Soliman den Rustan, wie man vermutet, auf dessen eigenes Anstiften, seiner Würde entsetzt und nach Constantinopel verbannt hätte. An seiner Stelle wurde Achmet Pascha zum (Grossvezier ernannt, der bisher den zweiten Rang unter den Vezieren eingenommen hatte und mehr Mut als Geist besass. Dieser Wechsel im Regiment minderte die Trauer und be- sänftigte die Soldaten, denen wie dem leichtgläubigen Volke unschwer begreiflich gemacht wurde, Soliman sei durch die Verbrechen Rustans und die Zaubertränke Roxolanens hinter- gangen worden und komme jetzt langsam, wenn auch spät, wieder zur Besinnung. Er habe deshalb Rustan fortgejagt und werde nicht einmal seine Gattin schonen, wenn er nach Constantinopel zurückkömme. Rustan selbst legte grosse . Traurigkeit an den Tag und tat,‘auch als wir ihn in Constan- tinopel besuchten, als ob er keine Hoffnung hätte, seine frühere Würde wiederzugewinnen. Aber für Roxolane war es noch nicht genug, Mustapha aus dem Wege geräumt zu haben, wenn nicht auch sein einziger und noch minderjähriger Sohn, den er hinterlassen, vertilgt würde. Denn sie glaubte weder für ihre noch ihrer Kinder Sicherheit genügend gesorgt zu haben, solange noch ein Spross von jenem lebte, Doch musste vorher ein Grund für seine Beseitigung gefunden werden, und der fand sich leicht. Es wird Soliman hinterbracht, dass, so oft sein Enkelin Brussa, wo er erzogen wurde, ausgehe, ihn die Kinder der ganzen Stadt mit Segenswünschen begleiteten, dass er noch recht lange seinen Vater überleben möge. Das gehe auf nichts anderes hinaus, als dass er für den Thron des Grossvaters und die Rächung seines Vaters bestimmt sei. Die Janitscharen würden den Sohn Mustaphas nicht verlassen; sein Tod habe also der Ruhe des Reiches nichts genützt, und doch gebe es nichts wichtigeres auf Erden als die Religion,


