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Die Türken sind grosse Blumenfreunde und sie tragen, obwohl sonst nicht verschwenderisch, kein Bedenken, auf eine ausnehmende Blumenzucht grosse Ausgaben zu verwenden, Mir selbst kamen diese Blumen und die Geschenke damit nicht billig zu stehen; ich musste immer einige Aspern bereit halten, mit denen ich mich dafür bedankte. Es bleibt über- haupt für den der mit den Türken zu verkehren hat, kein anderes Mittel übrig, als, sobald er einmal ihr Gebiet be- treten hat, den Beutel offen zu halten und nicht"vorher zu schliessen, als bis er sie wieder verlassen hat. Unterdessen darf er beständig Münzen säen und froh sein, wenn die Saat nicht ganz unfruchtbar bleibt. Und doch gibt es nur dieses eine Mittel, wenn es auch sonst keinen Nutzen bringt, die sonst so wilden und allen Völkern abgeneigten Türken zu be- sänftigen. Mit diesem Zaubermittel werden sie wie durch einen Gesang eingeschläfert, während sonst mit ihnen gar nicht umzugehen wäre und ohne dieses Mittel könnten Aus- länder in ihr Land so wenig eindringen, wie etwa zu jenen unwirtlichen Himmelsstrichen, die uns wegen zu grosser Kälte oder Hitze verschlossen sind.
habe ich einen ganzen Haufen mitgebracht, davon ich die vor- nehmsten Stücke meinem allergnädigsien Herrn verehren will. Überdies habe ich ganze Wagen und Schiffe voll griechisch ge- schriebener Bücher beladen, deren an die 240 Stück sind, zur See nach Venedig geschickt, um sie von da nach Wien bringen zu lassen; denn ich habe sie für die Kaiserliche Bibliothek bestimmt. Ich habe alle Winkel ausgekrochen, dass ich alle Handschriften, deren ich noch habhaft werden könnte, gleichsam durch die letzte Ährenlese zusammenbringen möchte“. Am berühmtesten ist der mit Bildern versehene Codex der Juliana Anicia des Arstes und Botanikers Dioscorides wep! ühyg larpınye(materia medica) geworden, den Busbeck zu Constantinopel für Kaiser Maximilian II. und die Wiener Bibliothek erwarb. Die Autorität dieses Buches hatte im. ganzen Mittelalter, bei den Arabern und im Abendland, die Wissenschaft im Bann gehalten, so dass es eines neuen Aufschwunges der Botanik im 16. Jahrhundert bedurfte, um über die 600 Pflansen des Dioscorides, eines Zeitgenossen des Plinius, hinüberzukommen.


