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sehr beliel@, an den Sultan abgesandt und erreichten durch ihre Ankunft die Befreiung Malvezzis aus dem Kerker und seine Rücksendung mit einem Briefe Solimans an König Ferdinand. Dieser sendet ihn bald darauf nach Constantinopel zurück, wo er nach dem Abschluss des Friedens als ordent- licher Gesandter verbleiben sollte. Aber als Malvezzi auf diesem Wege Komorn, unsere Grenzfestung am Einflusse der Waag in die Donau, erreichte, da brach die Krankheit, die er sich in Kerkershaft zugezogen hatte, von neuem aus und zwang ihn, an seiner Genesung verzweifelnd Halt zu machen und Ferdinand zu bitten, ihm das Amt der Gesandtschaft ab- zunehmen und einem anderen zu übertragen. Ferdinand wollte dem Gesandten weder vollen Glauben schenken, noch die Bitte geradewegs abschlagen; doch war er eher geneigt zu vermuten, Malvezzi schrecke mehr wegen der Erinnerung der ertragenen Leiden und aus Furcht der bevorstehenden als wegen der Grösse der Krankheit vor dem Amt der Gesandt- schaft zurück. Dennoch scheute er sich einen Mann, der sich um ihn und den Staat so wohl verdient gemacht hatte, feiger Flucht für fähig zu halten und ihn zum Antritt der Reise zu zwingen. Übrigens belehrte ihn der bald darauf erfolgte Tod Malvezzis zur Genüge, dass die Krankheit keine eingebildete oder für den günstigen Augenblick erdichtete gewesen war. So kam ich an Malvezzis Stelle. Da ich aber keine Übung in den- türkischen Angelegenheiten und Sitten hatte, hielt es der König, wie schon erwähnt, für er- spriesslich, wenn ich zu Malvezzi reiste und durch dessen Vorschriften und Mahnungen vorsichtiger gegen die Listen der Türken würde. So blieb ich zwei Tage bei Malvezzi und erfuhr, soviel die Kürze der Zeit es erlaubte, was ich im täglichen Umgange mit den Türken zu befolgen und zu vermeiden hätte. Schnell kehrte ich dann nach Wien zurück und begann sofort mit meinen Vorbereitungen zur. Abreise. Aber die Menge der Geschäfte war so gross, die Zeit so be- schränkt, dass ich, als der festgesetzte Tag zur Abreise kam, obwohl der König beständig drängte, und ich von aller Frühe an den ganzen Tag mit Geschäften und mit Packen zu tun hatte, kaum gegen Einbruch der Nacht zur Reise fertig war und mir die Tore von Wien, die schon geschlossen


