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meiner türkischen Geschichte(Band V von Helmolts Welt- geschichte) habe ich ebenfalls, entsprechend der kultur- historischen Bedeutung, der Gresandtschaft und ihrer Wirkungen und Erfolge kurz gedacht. Einem Vortrage in der Münchener Örientalischen Gesellschaft und im Stuttgarter Verein für Handelsgeographie über diese wichtige Begebenheit besonders nach der Handschrift Dernschwams aus dem fürstl. Fuggerschen Hausarchiv in der Augsburger Originalhandschrift verdanke ich die Anregung von seiten der Vorstandschaft dieser erfolg- reich wirkenden Vereine zur Neuherausgabe der lateinischen Briefe Busbecks in deutscher Sprache. Wenn ich es versuche, einstweilen den ersten Brief des berühmten Gesandten, den dieser an seinen Kollegen Nicolaus Michault in Lissabon 1555/6 gerichtet hat, wieder zu neuem Leben zu erwecken, so bin ich mir wohl bewusst, wie gering mein Verdienst an dieser Arbeit ist, zu der ich oftmals die ersten Übersetzungen in deutscher Sprache(1589 Frankfurt a. M. und 1664 Nürnberg) zu Rate gezogen habe, um ihr einen Teil des gut altertümlichen, echt urdeutschen Charakters zu wahren. Mögen meine Freunde in unserer Stadt sie wohlwollend aufnehmen als eine kleine Gabe zur Fünfzigjahrfeier der Gründung der politischen Ge- meinde Ludwigshafen a. Rh. durch König Max II.
Als Grundlage meiner Übersetzung dienten mir die la- teinischen Originalausgaben der Briefe: Itinera Constantino- politanum et Amasianum ab Augerio Grislenio Busbequij, etc. ad Solimannum Turcarum Imperatorem C. M. oratore confecta. Eiusdem Busbequij de acie contra Turcam instruenda consilium. Antverpie. Ex officina Christophori Plantini, Architypographi Regiji MDLXXXI und altera editio. Antverpie. Ex officina Christophori Plantin, MDLXXXII. Die Einleitung, die der erste Herausgeber L. Carrion*) den Briefen an Nicolaus Michault, Herrn von Indeveld, vorausgeschickt hat, stellen dieselben gewissermassen als Trostbriefe für das Leid dar, das den spanischen und portugiesischen Gesandten durch den Tod seines Sohnes getroffen hatte, Für die näheren Lebensumstände Busbecks verweisen wir die freundlichen Leser auf unser oben zitiertes Programm und den Wortlaut des nun folgenden Briefes nebst den von uns sparsam beigesteuerten Anmerkungen.
*) Avarici Biturigum Kal, Febr. 1581(dem heutigen Bourges).


