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Gelegenheit er mit großer Anſtrengung an die Mutter ſeiner künf⸗ tigen Schwiegertochter ein Brieſchen ſchrieb, das letzte von ſeiner Hand, worin er von Herzen dieſe Verbindung billigte, ſich darüber freute und Gott dankte, der eine ſo gute Wahl eingegeben.„Mögen ſie glücklich und lange zuſammen leben. Möge großer Friede und alles Gedeihen ſie begleiten, und mögen ſie die Geliebten ihres guten und gnädigen Herrn ſein.“
Am 5. Dezember als er in ſeinem Stuhle ſaß, goß er ſein Herz im Gebete aus, daß er, unwürdig wie er ſei, ohne den geringſten Zweifel, den hochgelobten Herrn als den Erlöſer erkennen, daß er in Chriſtus wohnen möchte, und Chriſtus durch ſeine unermüdliche Gnade in ihm, ſein Herz mit chriſtlicher Liebe, Sanftmuth und jeder Gnade erfüllend, daß ſeine zahlreichen Uebertretungen möchten vergeben werden, und daß er endlich in das Land des ewigen Lebens aufgenommen werde. Bald darauf ſagte er: ich fühle, daß mein Geiſtesvermögen ſich verdunkelt; jedoch mein Glauben iſt ſtark!“ Am 15. Dezember ergriff ihn ein heftiger Bruſtkrampf, deſſen Wirkungen im Verlaufe der nächſten vierzehn Tage für ſeine Familie, die um ihn verſammelt war, ſehr beunruhigend wurden.
In ſeiner äußerſten Schwäche war er voll des Geiſtes der Dank⸗ barkeit und unabläſſig ergoß er ſich in warmer Dankſagung für kerlangte Verzeihung und erlöſende Liebe.“ Sein Gebet war eindring⸗ lich um die Gabe des heiligen Geiſtes und die Wegnahme aller Wolken, daß er zu Chriſtus kommen möge in Demuth, Leiden und Schwäche, und Kraft und Troſt finden möge in Ihm.“
Gegen Ende Januar erfuhr er einige Wiederkehr von Kraft und bemerkte: Wie angenehm iſt das Gefühl der Ruhe bei der Erholung von einer Krankheit, während alle unſere weltlichen Be⸗ ſchäftigungen bei Seite gelegt ſind;“ als Jemand ſich gegen ihn äußerte, dieß ſcheine wie ein Vorgeſchmack der für die Kinder Gottes verbreiteten himmliſchen Ruhe, brach er ſoſort in ein Gebet für jedes Glied ſeiner Familie aus, daß ſie Theil haben möchten an jener ſeligen Ruhe durch Chriſtus unſern Herrn. Die mannigfachen Aus⸗ drücke der zärtlichen Liebe für ſeine Theuerſten, die in dieſe Gebete eingeflochten waren, machten einen beſondern Eindruck Er nahm noch immer ein lebhaftes Intereſſe an Allem, was ſeine ärmeren Nachbarn anging, ja ſeine eigenen Nöthen ſchienen ſein Herz mehr denn je den Bedürfniſſen anderer zu erſchließen, ſo daß man ver⸗ meiden mußte, von Trübſalen oder Leiden vor ihm zu ſprechen wegen
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