Aufsatz 
Sir Thomas Fowell Buxton, Baronet, ein Lebensbild aus England : 2. Theil
Entstehung
Einzelbild herunterladen

85

Abnahme der Geſundheit. Krankheit. Sommeranfenthalt bei Cromer. Die letzten Tage. Das Hinſcheiden. Schluß.

Im Frühling 1843 beſuchte Sir Fowell Buxton auf Empfehlung der Aerzte das Bad Bath. Ueber ſeinen Geſundheitszuſtand äußerte er ſich in einem Briefe, daß er ſich nicht kräftig fühlte; er wandte auf ſich einen Ausſpruch des Chriſtopher North an: Iſt auch unſer Tag noch nicht vorüber, ſo glauben wir doch die heran ſchleichenden Schatten des Abends, und in feierlicher Fernſicht das Dunkel der Nacht zu ſehen.

Gelegentlich drückte er den ernſten Wunſch aus, daß er im Stande wäre, wiederum im Dienſte Afrika's zu arbeiten; jedoch', bemerkte er bei einer Veranlaſſung,'es thut nichts, wer das Werk⸗ zeug iſt, wofern es nur erfolgreiche Arbeiter für Gott, für Chriſtus gibt, und für die Menſchen, beſonders für die Heiden.

Den Sommer jenes Jahres brachte er ſehr ruhig auf ſeinem Landſitze Northrepps bei Cromer zu. Da ſeine außerordentlich ſchwache Geſundheit ihm jede Anſtrengung verbot, bildete die Verbeſſerung ſeiner Farm und ſeiner Anpflanzungen ſeinen Zeitvertreib; Abends hatte er ſeine Freude daran, auf den Raſenplatz herauszukommen und dem Ballſpiel der Landleute zuzuſehen. Während die Kraft ſeines Geiſtes abnahm, ſchien ſeine Liebe mit wachſender Wärme an Allen zu hängen, die ihm theuer waren. Es würde unmöglich ſein, die Inbrunſt ſeines Gebetes zu beſchreiben, wenn er jede gute und voll⸗ kommene Gabe über jene herabflehte, die er liebte, ſowohl die An⸗ weſenden als Entfernten; Morgens und Abens ſtiegen ſeine heißen Bitten empor, daß ſein himmliſcher Vater ſeine Hand ausſtrecken wolle, um das'arme Afrika' zu befreien.

Im November wurde ſeine Familie durch das Zunehmen ſeiner

Körperſchwäche in eine große Unruhe verſetzt, nach einiger Zeit er⸗ holte er ſich jedoch wieder von einem ernſtlichen Unwohlſein in über⸗ raſchender Weiſe, ohne jedoch körperliche oder geiſtige Anſtrengung vertragen zu können. Gegen das Ende des Jahres ſchien die Schwäche des Gedächtniſſes und der Kräfte zuzunehmen; er führte ſeine Hand häufig an das Haupt, als ob es ſchmerzte, ſeufzte und ſtöhnte tief und wankte ſogar, wenn er durch das Zimmer ſchritt. Sein Geiſt aber, obwohl es ihm an Kraft fehlte, war von lieblichſtem Glühen der Liebe zu Gott und den Menſchen erleuchtet. Als Jemand ſein Mitempfinden mit ſeinen Leiden ausdrückte, erwiederte er: Dl dies iſt

... 5