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Wenn er je ſelbſt gegen dieſe Regel fehlte, ſo ärgerte und grämte er ſich ernſtlich darüber und konnte nicht ruhen, bis er für dieſen Mangel an Selbſtüberwindung in einer Weiſe Genugthuung erſtattet hatte. Die meiſten Menſchen halten es nicht für ſehr nöthig, vielleicht für erniedrigend, ſich bei ihren Untergeordneten zu entſchuldigen; aber das war nicht ſeine Handlungsweiſe. 4 Ich erinnere mich wohl eines Falles. Er wollte eben auf die Jagd gehen und ehe er aufbrach, hatte ich gegen ihn einen Punkt, den ich für nothwendig hielt, mit Nachdruck behauptet, vielleicht hatte ich dies mit zu großer Heftigkeit und ohne hinreichenden Reſpect gethan. In dieſem Augenblicke fuhr der Wagen vor, Mr. Buxton verließ das Zimmer und ſagte: Ich will Ihnen etwas ſagen, Mr. N., ich will nicht, daß Sie mit mir auf die Jagd gehen; es iſt mir viel lieber, daß Sie wegbleiben!“ Ich hatte jedoch die Gewißheit, daß er es in der That nicht ſo meinte; ich überlegte einen Augenblick, beſtieg den Pony und ritt ihm nach. Als ich ihn bald eingeholt hatte, bemerkte ich wie der Kutſcher anhielt und, nachdem er zu Sir Buxton ge⸗ ſprochen hatte, mir winkte. Sobald als ich mich an der Seite des Wagens befand, ſtreckte er die Hand aus dem Fenſter mit den Worten: Kommen Sie, N., ich weiß, ich hatte Unrecht; Sie müſſen nicht weiter an Das denken, was ich eben geſagt habe!⸗
Zu dieſen Zügen fügen wir noch einen hinzu, der bekundet, wie echt chriſtlich Sir Buxton die menſchlichen Dinge auffaßte.
An dem Tage als die Königin Viktoria das Parlament auflöſte, ſchrieb er an eine Verwandte, deren bejahrte Mutter er den Tag
vorher beſucht hatte:„Den 17. Juli 1837.
Meine theuere Eliſabeth!
Heute ſah ich unſere jugendliche Königin umgeben von allen höchſten Staatsbeamten, ſie ſelbſt mit einer Diamantkrone auf ihrem Haupte, in königliche Gewänder gekleidet, und das Haus der Lords mit all den Großen des Landes gefüllt. Sie hielt eine vortreffliche Anrede an das Parlament, mit der äußerſten Milde der Stimme und der ausgeſuchteſten Anmuth ihres Weſens; und doch hat dieſes Schauſpiel einen nicht ſo lieblichen, nicht ſo lebhaften Eindruck in meinem Geiſt zurückgeiaſſen, als der Anblick, der mich geſtern erfreute — es war der Anblick einer betagten Chriſtin, die veredelt und ge⸗ läutert, nachdem ihr Werk vollendet, in geduldiger Heiterkeit des Willens des Herrn harrt. Das iſt ein Anblick voll Belehrung und Troſt.“


