Aufsatz 
Sir Thomas Fowell Buxton, Baronet, ein Lebensbild aus England : 2. Theil
Entstehung
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von den verſchiedenen Zwecken, zu welchen es diente; das Senathaus auf einem Platze, ein Tempel des Jupiter, wenn ich mich recht er⸗ innere, auf einem andern; die Stellen, wo ſie Reden hielten und Getreide maßen, ein Börſenhaus u. ſ. w. 8 Eine ſo ſchöne Scene lag vor uns: links und unmittelbar uns gegenüber eine Reihe von Bergen; rechts das Meer mit Caſtelamare und an ſeinen Ufern mehrere weiße Städte, mit der Inſel Capri und dem Vorgebirge Minerva in der Entfernung: ſicherlich dieſe Gegend iſt ausgezeichnet ſchön. Ein italiäniſches Sprüchwort ſagt, Neapel ſei ein zur Erde herabgefallenes Stück Himmel. 1 Wir hatten beabſichtigt im Forum unſer Mittageſſen einzu⸗ nehmen, jedoch aus Irrthum wurde es in einiger Entfernung davon in einem Zimmer, das wie eine Scheune ausſah, aufgetragen. Um von unſerer Koſt, die gleichwohl annehmbar war, nicht zu ſprechen, wurden wir durch die ganze Scene in hohem Grade ergötzt. Es gab eine Menge einheimiſcher Kellner; ich glaube aber nicht, daß eine Schürze unter ihnen war. Ein Muſtkant trat auf, der zuerſt auf einem zerſprungenen Inſtrumente ſpielte und dann verſchiedene italiä⸗ niſche Arien in ſehr guter Manier vortrug; dann ließ er zwei Männer und einen Knaben einen Tanz mit Figuren aufführen, ungefähr wie einen irländiſchen Gigue; und ſchließlich, ſeinem Inſtrument entſagend, fing er an, zur Melodie ſeines eigenen Geſanges zu tanzen. Der Barde, gleich jenem Walter Scotts, gab uns dann zu verſtehen, daß die höheren Anſtrengungen ſeiner Kunſt die Begeiſterung eines Glaſes Wein nöthig hätten. Wir beſuchten nachher den Tempel der Iſis. Die Anbeter ſtanden unterhalb, die Orakel wurden von oben ertheilt, und wir ſahen deutlich die Oeffnung, durch welche der Prieſter Einlaß hinter dem Altare erhielt und anſtatt der Göttin ſprach, wenn ſie zufällig in ſchweigſamer Stimmung ſich befand. Der Führer verſicherte uns, er hätte den Verſuch gemacht, und die Leute unterhalb vermutheten, die Stimme käme wirklich von oben. Es ſcheint, daß die Prieſter ſich dabei gut ſtanden, denn man fand Geld und Wein und das Skeleit eines Mannes mit einer eiſernen Stange in der Hand, mit welcher er verſucht hatte, durch die Wand zu brechen. Nachher ſahen wir in einiger Entfernung ein ſchönes Theater, eben ſo vollendet, ſollte ich meinen, als es im Augenblicke des Ausbruchs des Veſuv's war; auch ein erſtaunlich großes Amphi⸗ theater, eben ſo gut erhalten. Es begann kalt zu werden und ſo kehrten ich und meine Gattin in unſerem Wagen nach Neapel zurück.