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die Straßen mit ihren alten Namen und die ausgefahrenen Wagen⸗ Geleiſe. In Nr. 1 Conſular Straße wohnte der Aedil Panſa mit ſeinem Namen über der Thür, und innerhalb fand ſich das Skelett ſeines Thürwärters. In Nr. 2 wohnte ein Dichter, welcher, ungleich ſeinen Collegen, ſehr reich geweſen zu ſein ſcheint. Das Haus, obgleich nicht groß, war ſehr elegant. Unter ſeinen Gemälden war ein ſchönes und recht wohl erhaltenes, Venus und Cupido— fiſchend.“ Auf ſeinem Tiſche ſtanden Fiſche, Brod und Oliven; in ſeiner Küche fand man die Gebeine zweier ſeiner Köche mit vielen minder wichtigen Küchengeräthen. In einem andern Zimmer auf einem Bett ausge⸗ ſtreckt mit dem linken Arm den Kopf ſtützend ward wieder ein Körper gefunden. In einem andern Hauſe war ein Tiſch mit fünf Meſſern belegt; da waren die Skelette von ſechs Menſchen, welche überraſcht worden zu ſein ſchienen, während ſie es ſich gut ſein ließen, denn auf dem Tiſche vor ihnen ſtanden Eier und Schinken, Fich⸗ Feigen u. ſ. w. In Nr. 6 wohnte der Bäcker; da waren noch ſeine Mahl⸗ ſteine und ſein Backofen, worin noch einiges Brod war. Nicht weit davon wohnte ein muſikaliſcher Herr, in deſſen Hauſe man viele Muſik⸗Inſtrumente fand. In einem Zimmer gab es neun Körper, drei davon mit Octavflöten in ihren Händen. Das Haus eines Salluſtius in derſelben Straße war ſehr gut eingerichtet, und da erhielten wir eine gute Vorſtellung von der Art und Weiſe, wie er zu diniren pflegte.— Es ſcheint, daß Frau Diomed in dem Keller Zuflucht geſucht hatte, während ihr Gatte durch den hinteren Theil des Hauſes entrann, wo man ihn aufrecht ſtehend fand. Die Statue des Janus, die ſehr berühmt iſt, fand man in des Marcus Tullius Garten; um ſie ſtanden die Trümmer von 44 großen Säulen. Er ſchien das Jahr hindurch wohl gelebt zu haben, denn man konnte da eine große Anzahl von umgeſtürzten Weinkrügen ſehen, die zeigten, daß ſie vor Kurzem geleert worden waren. Es gab da auch mehrere ſchöne Moſaikbilder, eines den Nil darſtellend mit ſeinen Thieren und Vögeln, Seepferdchen, Alligatoren, Schlangen und Löffelenten; ein anderes den Alexander und Darius. In einem kleinen Zimuer fand man die Ueberbleibſel der ganzen Familie, wenigſtens 24 Perſonen, Männer, Frauen und Kinder, auch einen ſilbernen Kronleuchter und viel Geld. In dem anſtoßenden Tempel der Fortuna fiel uns die glänzende Weiße des Marmors auf, und wir bemerkten in einer Oeffnung zwiſchen zwei Zimmern ein halbes Viereck ſehr dicken Glaſes. Das Forum war prachtvoll; es war ſehr ausgedehnt und gab uns einen guten Begriff


