Aufsatz 
Sir Thomas Fowell Buxton, Baronet, ein Lebensbild aus England : 2. Theil
Entstehung
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Kaiſers erinnerten, der bei ſeinen vielen Bauten die Architektur der Griechen ſich zum Muſter genommen hatte. Die Waſſerfälle in Tivoli hatten für ihn ein zu geputztes künſtliches Ausſehen; ſie würden ſehr ſchön ſein, meinte er, wenn die Leute ſie in Ruhe ließen. Er gedachte Horazens, der dieſe Landſchaft gezeichnet hat, und wünſchte, wie dieſer Dichter, keinen beſſern Ruheplatz für die alten Tage, vorausgeſetzt es gäbe da kein Fieber und man könnte alle Leute Engliſch ſprechen lehren. Aus ſeinem Briefwechſel aus Rom geben wir noch folgende Stellen wieder, welche gewiſſe Leſer intereſſiren können:Wir unter⸗ nahmen in zahlreicher Geſellſchaft einen Ausflug nach Veji, wir ſahen den Platz, wo die ganze Familie der Fabier, 300 an der Zahl, über die Klinge ſpringen mußte. Die Gegend iſt ſehr ſchön und das Land, obgleich ſehr reich, kaum bebaut. Man ſagte uns, daß in England ein Scheffel Weizen, wenn geſäet, ſieben Scheffel bringe; in dieſer Gegend bringt ein Scheffel zweiunddreißig, und doch waren kaum einige Grundſtücke umgepflügt.

Samſtag beſuchte mich Kanzler Neri und brachte mir vier prächtige Medaillons vom Cardinal Toſti als Andenken an meinen Beſuch in ſeiner Anſtalt für Greiſe und Waiſen und dem damit ver⸗ bundenem Gefängniſſe. Ich beſorge, ich werde bald etwas eitel werden, denn nie vorher wurde ich mit ſo viel Auszeichnung behandelt als in Rom. Nicht allein die Engländer, ſondern auch die Italiäner haben mir alle Höflichkeit gezollt. Es macht mir Vergnügen, dieſe Denk⸗ münzen erhalten zu haben; gleichwohl iſt es einigermaßen grob, daß ich dafür über das genannte Gefängniß, das ſchlechteſte, das ich in Rom geſehen, nichts Gutes zu berichten haben werde.

Nach einem ernſtlichen Unwohlſein verließ Mr. Buxton Rom in der erſten Woche des April, um mit den Seinigen die Reiſe bis Neapel fortzuſetzen. Bei ſeiner Ankunft in dieſer herrlich gelegenen Stadt galt ſein erſter Beſuch dem Muſeum, um die darin geſammelten Merk⸗ würdigkeiten aus Pompeji und Herculanum zu bewundern. Da ſah er das Silbergeſchirr, welches ein rühriger Tiſchbedienter vor 18 Jahr⸗ hunderten für ein beabſichtigtes Eſſen auflegte; das Laib Brod, das an jenem Tage angeſchnitten werden ſollte, den Vorrath von Eiern und Kaſtanien, die etwas früher als beſtimmt war, zubereitet ſtanden. Da war das Gewand der Frau Diomed, wenigſtens ein Stück davon; der Schmuck, den man auf ihrem Haupte fand, der Ring an ihrem Finger und der Schlüſſel, den ſie noch in der Hand hielt; da war der Helm der treuen Schildwache, die man auf ihrem Poſten fand, und das Eiſen, an welchem die Füße dreier Gefangener noch befeſtigt

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