errichteten Anbaues an das Gymnasium, an der Marktstraße) zu verlegen. Im November 1867 trafen die Königliche Re— gierung zu Wiesbaden und das Königliche Oberbergamt zu Bonn die Vereinbarung, daß die finanzielle Verwaltung der Bergschule zu Dillenburg bis zum Jahresschlusse von ersterer fortgeführt würde, die technische Oberaufsicht über die Leitung der Bergschule aber schon sofort von dem Ober-— bergamt zu übernehmen sei.
Trotz des oben erwähnten Standpunktes der Regierung waren, von Wiesbaden aus, in den Etat des Zentralstudien—
fonds für 1868 die seitherigen Mittel zum Fortbestande der Bergschule aufgenommen worden. Durch das Kultus—
Bergmeister Franz Pieler*)
(S. S. 16) ministerium wurden dieselben jedoch nicht bewilligt. Die
Regierung zu Wiesbaden giebt hiervon am 2. Juni Kenntnis und bedauert dies selbst sehr im Interesse des nassauischen Bergbaues. Auf Ansuchen des Handelsministers wurde durch den Kultusminister, im Juli, für 1868 der Zuschuß nochmals bewilligt, ohne daß dadurch jedoch über den Fortbestand der Schule entschieden worden wäre. Der schon auf den 2. Oktober 1868 anberaumte und bekannt gegebene Eröffnungstermin des neuen Schul-— jahres mußte wieder aufgehoben werden; er wurde bis zur Klärung der Verhältnisse auf den 11- Februar 1860 hinausgerückt. Es richtete hierauf die Regierung an den Kommunallandtag eine Vorlage über den Fortbestand der Dillenburger Bergschule. Der in der Sitzung des Kommunallandtages vom 20. Oktober 1868 zur Beschlußfassung stehende Antrag des Aus— schusses auf Sicherung des Bestandes der Schule durch den Staat wurde mit 13 gegen 11 Stimmen abgelehnt. Mit bedeutender Stimmenmehrheit wurde dagegen der Antrag des Ab-— geordneten Scholz,„die Regierung zu ersuchen, den Bestand der Bergschule in Dillenburg auf so lange zu sichern, bis der Kommunallandtag eine Uebersicht über seine Mittel und Aufgaben habe, um dann über den Fortbestand des Instituts beraten zu können,“ angenommen.
Vom April 1860 an wurdę das Inventar von Pädagogium und Bergschule getrennt geführt. Am 11. Juli 1870 beschloß der Kommunallandtag aufs neue, den Staat zu ersuchen, die Bergschule zunächst weiter aus Staatsmitteln zu unterstützen, bis der Kommunallandtag über den Fortbestand beraten könne. Das geschah auch ohne weiteres bis 1872; im letzt- erwähnten Jahre erklärte die Regierung,„auf keinen Fall einen Zuschuß zu geben, der über denjenigen der Bergwerks-— besitzer hinausgehe“. Es wurden nun seitens des Schul— Vorstandes Erhebungen angestellt bei Behörden und Werks-— verwaltungen, welche Erfahrungen man mit früheren Dillen-— burger Bergschülern, nach ihrem Abgange, gemacht habe,
Bergrat Ernst Frohwein(s. S. 16 f.) *) Obiges Bild des jetzigen Generaldirektors und Bergrates Pieler stammt aus neuester Zeit.
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