Bergrat Paul Fliegner(s. S. 17 f.)
um das Ergebnis dem Kommunallandtag überweisen zu können. Von Einfluß dürfte das Gutachten des Landes-— geologen Dr. Carl Koch an das Mitglied des Kommunal- landtages, den Vorsitzenden der Dillenburger Handelskammer, J. C. Grün, gewesen sein. Am 26. Oktober 1872 beschloß der Kommunallandtag, auf den Bericht des Referenten des Finanzausschusses, des vorgedachten Abgeordneten Grün, auf drei Jahre 700 Taler jährliche Unterstützung zu bewilligen, da er auf Grund des vorliegenden Materials die Ueberzeugung gewonnen habe, daß die selbständige Fortführung der Anstalt zu Dillenburg als eine Pflicht des Kommunalverbandes gegen-— über dem im regen Aufschwung begriffenen Bergbau im Lahn- und Dilltal anzusehen sei. Der Kommunallandtag war
ferner der Ansicht, daß die Vorteile, welche die Anstalt jetzt schon biete und die sich sicherlich vermehren würden, in keinem Verhältnis ständen zu der geringen Summe aus kommunalständischen Mitteln, welche das Gedeihen und Fortbestehen der Bergschule ermöglichen würde; auch seien in den Ueberschüssen der Landesbank die Mittel vorhanden, den Fortbestand der Anstalt zu sichern. Der Kommunal- landtag trat dem Antrage des Finanzausschusses ohne Dis-— kussion einstimmig bei. Da weiterhin nun auch der Staat 286 Taler beisteuerte, war der Bestand der Schule, bei einer Beitragsleistung der Gewerken von 841 Talern, gesichert. Der Kommunallandtag zahlte einen jährlichen Zuschuß weiter, wenn dieser auch für die Folge— sogar einmal auf 1200 Mk.
Bergrat Paul Menzel(sS. S. 18 f.)
— zurückging. Seit 1885 bis heute beläuft sich derselbe auf 1800 Mk. jährlich. Der Staats-
Zeichenlehrer Peter Presber(s. S. 1⁰)
zuschuß wurde von 1876 an auf 1050 Mk. für das Jahr fest— gesetzt und blieb in dieser Höhe bis 1. April 1906, mit welchem Termin er auf 1800 Mk. normiert wurde.
Das Statut der Bergschule vom 1. August 1873 be— stimmte, daß von den 7 Mitgliedern des Vorstandes eines vom Kommunallandtage zu ernennen sei; als solches Mit-— glied war bis 1890 der Hüttenbesitzer J. C. Grün aus Dillen— burg bestellt, nach Ableben desselben trat Kommerzienrat C. Grün, der Sohn des Vorgenannten, an dessen Stelle.
Seit Erlaß des abgeänderten Statuts für die Bergschule zu Dillenburg vom 12. Juli 1890 besteht der Vorstand (Kuratorium) der Schule aus acht Mitgliedern, nämlich:
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