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demum Peloponnesii in Atticam irruissent, idque e Dodwelli calculo d. 21 Hecatombaeonis; inter hunc diem(= 26 Julii) et d. 29 Hecatombaeonis(= 3 Aug. Jul.), quo die sol Athenis defecit(Thuc. II, 28), non plures quam 8 dies interfuissent, quum longum tempus neces- sarium Lacedaemonii ad vastationem Atticae et Atheuienses ad Peloponnesum aggredien- dam consumserint. Verum si Lacedaemonii incurrerunt, ut nobis probatum est, jam d. 18 Junii (13 Scirophor.) et aestas et frumentum in Attica dndeoe mense Junio(videsis Prolusionem nostram paschalem 1846); scriptor summa fide dignissimus et res primariae ab eo comme- moratae ac tempora earum omnia ratione nostra sibi constant, et numerus dierum est a plataearum impetu, initio belli, nocte inter d. 21 et 22 Elaphebolionis= 30 et 31 Martii ad irruptionem Lacedaemoniorum paene 80 dies, ab hoc octogesimo die sive a d. 13 Sciro- phorionis ad finem anni 17 dies, sive a primo termino ad hunc 97 dies, denidue ab incur- sione Peloponnesiorum ad defectionem solis dies 47.
Schulnachrichten.
Mit innigem Danke empfingen wir für unsere Wittwen- und Waisenkasse folgende Geschenke: 1846. d. 30. März. von Herrn Stadtgärtner Rinz fl. 5. 21 kr.— d. 4. April von Herrn Senator Siebert fl. 10.— d. 21. April von Herrn Herm. de Neufville fl. 10.— d. 30. April von Herrn Daniel fl. 5. 30 kr.— d. 22. Mai u. d. 25. Juli von den Schülern der fünf obern Klassen fl. 69. 27 kr.
Herr Rod, ordentl. Lehrer der franz. Sprache, legte im Frübjahr freiwillig leider seine Stelle am Gymnasium nieder. Er hat in der kurzen Zeit seiner Wirksamkeit am Gymnasium (in 2 ½ Jahren) ausserordentliches geleistet. An seine Stelle wurde sein Schülez, Herr Au- gust Ernst, d. 7. April von Hohem Senate ernannt. Dieser für ein Gymnasium vorzüglich geeignete Lehrer der franz. Sprache ist am 25. Sept. 1811 zu Bingen geboren. Schon im zweiten Lebensjahre verlor er seinen Vater, den hiesigen Bürger und Handelsmann Friedrich Joseph Ernst durch den Tod. Bald darnach zog seine Mutter, Johanna Christiane Amalie geb. Schifflin, zur Herstellung ihrer leidenden Gesundheit nach Wiesbaden, und hier erhielt er seinen ersten Unterricht in dem Institute des Herrn de Laspé. Da sich nach mehren Jahren der leidende Gesundheitszustand seiner Mutter in hohem Grade verschlim- mert hatte, verliess sie Wiesbaden und kehrte in ihre Vaterstadt Frankfurt zurück. Hier besuchte Herr Ernst die Musterschule bis er im Herbst 1823 in die sechste Classe des Gymnasiums eintrat. Zwei Jahre, von 1826— 1828, brachte er im Pforzheim im Hause des Herru Pfarrers Lindenmeyer zu und besuchte während dieser Zeit das dortige Pädagogium.


