Aufsatz 
Quo die secundum Thucydidem bellum Peloponnesiacum inceperit
Entstehung
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Im Frühjahre 1828 nach Frankfurt zurückgekehrt, ward er in die dritte Classe des Gymnasiums aufgenommen und schon 1830 nach Prima versetzt. Im Herbst 4831 bezog er die Universität Bonn, wo er den theologischen und philologischen Studien sich widmend die Vorlesungen der Professoren Bleek, Sack, Rheinwald, Freitag, Welcker, Brandis, Loebell und Bobrick besuchte. Nach Einem Jahre begab er sich nach Berlin, wo er 18 Monate lang seine Studien unter den Professoren Neander, Strauss, Schleiermacher, Marheinecke, Benary, Hengstenberg, Benecke, Böckh, H. Ritter, K. Ritter und Gans fortsetzte. Nachdem er hierauf den Sommer 1834 im mütterlichen Hause zugebracht, beschloss er seine aka- demischen Studien während des Winters 1835 in Bonn, wo er die Professoren Nitzsch, Bleek, Brandis und Welcker wieder gehört hatte. Um sein schon frühe mit besonderer Liebe begonnenes Studium der französischen Sprache am erfolgreichsten fortzusetzen be- gab er sich in die französische Schweiz, wo er im Herbste desselben Jahres in einer der achtbarsten Familien von Genf eine Hauslehrerstelle antrat. Der pädagogischen Laufbahn gewann er bald ein so grosses Interesse ab, dass er der Theologie zu entsagen sich ent- schloss um ersterer ausschliesslich sich widmen zu können. Nachdem er Genf verlassen und einige Monate in Livorno zugebracht, kehrte er im Herbste 1837 in die ihm sehr lieb gewordene Schweiz zurück. Zuerst hielt er sich Ein Jahr in Lausanne auf, wo er Privatunterricht in der deutschen, lateinischen und griechischen Sprache und in der Geographie ertheilte und zuletzt ein öffentliches Examen zur Erlangung der Stelle als Lehrer der deutschen Sprache am dortigen Gymnasium bestand, wornach er vom Erzie- hungsrathe für wählbar erklärt wurde. Im Herbst 1838 nahm er einen Ruf als Lehrer der griechischen und der lateinischen Sprache für die beiden obern Classen der von der evan- gelischen Gesellschaft in Genf gestifteten école préparatoire an. Die Nachricht von der gefährlichen Erkranküúng seiner Mutter rief ihn plötzlich in die Vaterstadt zurück. Am Tage vor seiner Ankunft hatte die viel Geprüfte ihr Herr zu sich genommen. Nachdem er seine Angelegenheiten geordnet und den Bürgereid geleistet hatte, kehrte er nach Genf in seinen Wirkungskreis zurück, vertauschte ihn aber bald, einer Staatsanstellung den Vorzug ge- bend, im Juni 1839 gegen eine Stelle an dem neu errichteten Collége zu Rolle im Canton Waadt. An dieser Schule unterrichtete er bis Ende März dieses Jahres die lateinische, griechische und deutsche Sprache. Im Jahre 1841 hatte er sich mit einer Tochter des Herrn Wilhelm Speyer dahier, des bekannten und beliebten Componisten, verheirathet. Fünf Monate nach ihrer Verbindung wurde ihm die mit des Geistes Vorzügen reich begabte Frau durch den Tod entrissen und dieser Verlust vermehrte den Wunsch in die Heimath zurückzukehren. Dieser lang gefasste Entschluss ward von neuem in ihm belebt, als durch die im vorigen Jahre Statt gefundene Staatsumwälzung eine gänzliche Umgestaltung des Schulwesens im Canton Waadt von den neuen Machthabern beschlossen ward. Er reichte