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Die zwei ersten Trierarchen, Kleon den Sunienser und Aristokles den Päanienser, un- bekannte Namen, hat der Erfinder von sich hinzugesetzt, da er doch Hyperides den Kolly- tenser hätte nennen können.] Dass die ersten Namen erfunden seyen, kann man nicht be— weisen.
Die Trierarchennamen Nikeratus und Euktemon hat er aus§. 165.] Dass Nikeratus aus dieser Stelle in das Zeugniss gekommen seyn kann, geben wir zu, aber nach Böckh's Mei- nung(Urkunden vom Seewesen p. 247) durch einen Abschreiber oder einen solchen Gram- matiker, der das Namenverzeichniss zu vermehren gedachte. Wäre aber ein Erfinder um Namen verlegen gewesen, so brauchte er aus demselben§. ja nur auch Euidνomνιμσ hinzuzu- setzen, ohne zu einer Fiction seine Zuflucht zu nehmen.
Der Name Pamphilus ist aus§. 163, wo er als Aegyptier vorkommt; folglich kann er nicht Trierarch gewesen seyn, sondern er hatte nur des Trierarchen Midias Stelle Vertreten.] Ein Aegyptier kann freilich nicht atheniensischer Trierarch seyn, wohl aber der Acherqusier Pamphilus, welchen Böckh aus Aeschin. Tim.§. 110 nachgewiesen hat. Dieser Pamphilus ist mit Midias zu gleicher Zeit zu Schiff, der Aegyptier Pamphilus dagegen ist auf dem Schiffe des Midias für diesen abwesenden Trierarchen Geschäfte besorgend. Folglich be- gleiten beide Pamphilus zu verschiedenen Zeiten die Flotte, wie Böckh ebenfalls erinnert hat a. a. St. p. XV. Den Namen Naroros zwischen IIdουαο und Axεοοοισαοο habe ich nicht ausgestrichen, sondern nur eingeklammert, weil es möglich wäre, dass Namoarog ächt ist, aber mit seinem Damosname Kuòvriène(Böckh a. a. St. p. 246) nach Arεεοσσσος gesetzt werden müsste.
Ein Sphettier Euktemon ist sehr verdächtig.] Der Name Euktemon war in Athen so häufig, dass er in jedem Demos vorkommen konnte. Der im Zeugniss genannte mag, wie Westermann meint, immerhin derselbe seyn, wie der in der Timocratea(§. 7— 11 ff.). Auch kann sein Sohn Aesion, nach dem Grossvater genannt, des Demosthenes Mitschüler gewesen seyn, ohne dass hier der Vater für eine Trierarchie zu alt gewesen wäre. Denn wenn des Demosthenes Mitschüler damals ebenfalls 32 Jahre alt war, wie Demosthenes, so kann sein Vater zwischen 50— 60 Jahre alt gewesen seyn.
9r⁴²ον ππραμεεν ist nicht sehr anstössig.] Es rechtfertigte diese Verbindung schon d'Or- ville ad Char. p. 415. Lps. mit Aeschyl. Agam. vs. 577 /⁄6ντμες σeα⁴οο. Der Collectivbegriff „Heer“ wird auch bei den besten Prosaikern mit dem Plural verbinden. Thuc. VI, 61, 2: Gꝓοσααε ααε⁴ανιος— a0aaotss. V, 60, 4: 10 σοτραασατασσνον οντσνασ εν ααtα gTovteg. Tenoph. Cyr.
VI 3, 7: 16 dr³ο arO4:Snua— m.νσ τπαϊ⁴αςσυσεκν-οανν. Anab. II, 1, 6: 10 οemενυμα ναςέεετοντεες. VI, 1, 19: 1 στοσα⁵‿⁴ ε ei rν— rrv„½νοιεν. 4, 20:&ε.μιꝙνν— Grοσσα-“c aeAsuονα. Und so oft.
upuxr s&oτσςε τυν τo steht vereinzelt.] Wie Thuc. IV, 78 extr. sagt ol d TIeG6iσι—ἀ— rôν(sc. Boασ⁴εασν) uurοτσασν ε& fioν,„die Perrhäber brachten den Brasidas nach Dium,“ und
vijk vœνταςοτινσοσν Hom. Od. ³α vs. 185, wofũr Schol. min. αιεσρςσον Eustathius und Apollonius 2*


