Wahl der Einzelheiten bei ſeinem Gemälde geleitet haben.
Abſtrakte Beziehungen, die ihrem Weſen nach mit den körperlichen Ausdrucksmitteln der bildenden Kunſt nicht wiedergegeben werden können, will dieſe allegoriſtiſche Richtung der Kunſt als Aufgabe aufzwingen. An Triumphbögen und bei feſtlichen Gelegen⸗ heiten zu Beſtattungen, Krönungen und an— deren Akten, deren Entwürfe uns zahlreich erhalten ſind, wurde das Unglaubliche in dieſer Hinſicht geleiſtet, und nur die That— ſache, daß Bedeutung und Tragweite alle— goriſcher Darſtellungen dem Publikum des Spätrenaiſſancezeitalters aus der Litteratur und aus der fortwährenden Übung in der bildenden Kunſt ſehr geläufig war, läßt uns glaublich erſcheinen, daß dieſe Kunſtwerke von ihren Zeitgenoſſen überhaupt verſtanden wur⸗ den. Eine Reihe eigener Schriften half übri⸗ gens, die Verbreitung dieſes Verſtändniſſes zu fördern; ſo erſchien z. B. 1714 zu Augs⸗
burg von J. Wolff ein Buch unter dem
r⸗( Saet Iraedlruk des mweoitoen-
—— Abb. 2. Allegorie auf den Tod Friedrichs des Großen. Göttinger Taſchenkalender. 1792.
(E. 661.)


