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seine Hoffnung, da ihm der Herr noch volle Kraft gelassen. Mit diesem Wunsche schloss er unter einem Lobpreis der göttlichen Gnade.
Der Sängerchor sang nun noch mit gleicher präciser und ansprechender Aus- führung a capella das Lied: Singet dem Herrn ein neues Lied; von Beruhard Klein.
Mit dem von der ganzen Versammlung gesungenen Lied:„Bis hierher hat mich Gott gebracht“, schloss die ebenso erhebende als angemessene Jubiläumsfeier.
Am Nachmittage fand zu Ehren des Herrn Jubilar unter grosser Teilnahme ein Festessen statt. Nach dem Toaste auf Se. Majestät den Kaiser von dem Unter- zeichneten folgte ein solcher seitens des Jubilars auf Marburg. Hieran schlossen sich mehrere Toaste der Kollegen und früheren Schüler. Ernste und heitere Telegramme liefen zahlreich ein, sodass die seltene und schöne Feier hierdurch einen angemessenen Abschluss fand, deren Erinnerung den Herrn Jubilar und alle Teilnehmer noch lange erfreuen möge.
Die Purnfahrt wurde in diesem Jahre erst am 1. Juli unternommen, indem eine ungünstige Witterung und die in Aussicht gestellte, jedoch nicht eingerichtete kürzere Fahrzeit von hier nach Hilchenbach bezw. nach dem Bergwerk Müssen eine Verschiebung derselben bis zur letzten Woche des Quartals veranlasste. Unter der Leitung der Herren Schindewolf, Fladung, sowie des Unterzeichneten fuhren die Klassen II und OIII mit der Bahn nach Grosskarben und gingen von da über Friedrichsdorf nach der Saal- burg, einem alten römischen Castell, welches vom Jahre 80 bis zum Ende des 3. Jahr- hunderts nach Ch. G. meistens mit einer starken römischen Besatzung(c. 1000 Mann) belegt war. Es war wohl der äusserste nördliche Punkt, wo die Römer festen Fuss in Deutschland gefasst hatten; denn in geringer Entfernung zieht sich der Pfahlgraben nördlich an der Saalburg vorbei. Seit 20 Jahren hat die Regierung die Umfassungs- mauern, die Grundmauern der wichtigsten Gebäude— das Prätorium, das Exerzierhaus, das Quästorium, das Magazin u. dgl.— und der Heiz- und Badeeinrichtungen bloslegen lassen und vor fernerem Verfall geschützt. An der Hand einer kurzen Beschreibung des Obersten von Cohausen gewannen die Schüler ein anschauliches Bild eines römischen Castells. Leider war es nicht möglich zur Vervollständigung der Kenntnis altrömischer Wohnungs- und Lebenseinrichtungen die reichhaltige Sammlung römischer Altertümer in Homburg v. d. H. zu besichtigen. Nach einer Umschau im Park und in dieser Stadt musste die Reise per Bahn über Frankfurt, dessen grossartiger Bahnhof mit electrischer Beleuchtung den meisten Schülern neu und interessant war, beschlossen werden, da eingetretenes Regenwetter die beabsichtigte Fusstour von Homburg nach Bonames unmöglich machte..
Die Klassen UIII und IV reisten in Begleitung der Herren Schäfer, Krieger und Schneider mit der Eisenbahn nach Feudingen. Von hier zu Fuss nach der Sieg- und Lahnquelle und zurück durch das romantische IIsethal wieder nach Feudingen, von wo die Eisenbahn wieder benutzt wurde.
Die Klasse V fuhr mit den Herren Dute und Hölzerkopf nach Fronhausen. Zu Fuss wurde dann der Staufenberg, Odenhausen und das Salzbödethal besucht; mit der Bahn reiste man von Fronhausen wieder zurück.
Die Klasse VI ging mit Herrn Haase über Michelbach und Kaldern nach Biedenkopf und fuhr von da mit der Eisenbahn nach Marburg zurück.
Ausnahmsweise wurde im verflossenen Schuljahr noch eine zweite eintägige Tour mit allen Schülern ausgeführt. Die seltene Gelegenheit bot hierzu ein Brigade- exercieren bei Amöneburg am 13. Septbr. Schon in der frühen und kühlen Morgen- stunde fanden sich fast alle Lehrer und Schüler am Bahnhof ein, um mit dem 4,33 Uhr-Zug nach Kirchhain zu fahren, wo es schon ganz kriegerisch aussah. Kurz vor


