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und Dichtung); nimmt Lessing im Nathan eine parteiliche Stellung gegen das Cbristen- thum ein?; Lessing's Bekämpfung der französischen Fabeldichter und seine Theorie von der Fabel; in welchen Punkten greift Lessing namentlich die dramatische Theorie und Praxis der Franzosen an?; hat Goethe in Hermann und Dorothea die von Lessing im Laokoon bezüglich der Beschreibungen und Beiwörter aufgestellten Grundsätze beobachtet? — Untersuchung eines historischen Bildes(z. B. Kreuztragung von Raphael) in Bezug auf den dargestellten Moment. Göthe’s Harzreise im Winter; die Iphigenie Göthe's vergl. mit derj. des Euripides; die Sterne in Wallenstein u. s. w. Ausserdem Behandlung historischer Gegenstände. Es wird bei der Wahl der Themata gewöhnlich ein gewisser Spielraum gelassen, da I A und I B vereinigt sind und man ausserdem auf dieser Stufe der Individualität schon ein grösseres Recht einräumen darf. Termin der Aufsätze 4wöchentlich.— Auch die Vorträge der Schüler dienen z. Th. zur Ergänzung der Lectüre und des deutschen Unter- richts, z. Th. wird den Schülern aber gestattet ihren besonderen Neigungen zu folgen und den Stoff aus dem allgemeineren Gebiete der Kunst, aus der Technik, den Naturwissen- schaften, namentlich aber aus der Geschichte zu wählen.
Latein.
Sexta 8 St. w. Die Declinationen. Esse und die 1. Conjugation. Die Zahlwörter: Cardinalia und Ordinalia; die Pronomina. Ostermann, Lateinisches Uebungsbuch für Sexta. Abschnitt 1— 13 einschliesslich mündlich und theilweise schriftlich übersetzt. Extemporalien. Gebraucht
⸗ wird die kleine Schulgrammatik von Fromm..
Quinta 6 St. w. Die 2. 3. 4. Conjugation. Die Verba Deponentia. Erweiterung der Declinationen. Numeralia(multiplicativa und distributiva). Adverbia. Präüpositionen. Ostermann, La- teinisches Uebungsbuch für Sexta bis zum Schluss und für Quinta die ersten 9 Abschnitte. Wöchentlich ein Extemporale.
Quarta 6 St. w. Wiederholung und Erweiterung der Formenlehre. Verba anomala. Die wichtigsten Regeln der Syntax: Verba mit doppeltem Nominativ, mit doppeltem Accusativ, Construction der Städtenamen. Esse mit dem Dativ, Genitivus subjectivus, objectivus, partitivus. Par- ticipia. Accusativus cum infinitivo. Ablativus absolutus. Ostermann für Quinta, Abschnitt 10— 15 einschliesslich und 2. Theil: Lectüre der lateinischen zusammenhängenden Er- zühlungen aus der Geschichte: Abtheilung A aus der griechischen Geschichte. Wöchentlich ein Extemporale.
Untertertia 5 St. w. Uebereinstimmung des Prädicats mit dem Subject; Apposition; Uebereinstimmung des Pronomen; Casuslehre nach Ostermann für Quarta. Wiederholung der unregelmässigen Verben. Lectüre aus Caesar de bello gallico lib. IV. oder II. Alle 14 Tage ein Exercitium oder Extemporale.
Obertertia 5 St. w. Der Conjunctiv. Accusativus cum infinitivo, Participia, Ablativus absolutus, Con- jugatio periphrastica, Supinum, Gerundium nach Ostermann'’s Uebungsbuch für Quarta bis zum Schluss. Lectüre aus Caesar de bello gallico. Einführung in das antike Metrum durch einige poetische Lectüre. Alle 14 Tage ein Exercitium oder Extemporale.
Untersecunda 4 St. w. Wiederholung und Erweiterung der Casus-, Tempus- und Moduslehre nach Ostermann's Uebungsbuch für Tertia und nach der Grammatik von Fromm. Lectüre aus Caesar de bello civili. Poetische Lectüre wie Obertertia. Alle 14 Tage ein Exercitium oder Extemporale.
Obersecunda 4 St. w. Grammatische Wiederholungen nach Fromm und Ostermann. Lectüre von


