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Errungenschaften seine Länder eine Förderung erfuhren, ein Leben entfalteten und Leistungen aufweisen, die vor einem Jahrhundert wohl niemand für möglich erachtet hätte, diese Kaiser von Osterreich haben es verstanden, ganz besonders aber Franz Josef I., durch ihre Herzensgüte nicht nur ihrer Untertanen Liebe und Verehrung in seltener Weise an ihre Person dauernd zu fesseln, sondern auch die Fürsten und Völker Europas blicken voll Ehrfurcht auf zur hehren Gestalt unseres greisen Monarchen, der ungebeugt durch die Fülle der Jahre mit milder Hand seines Friedensamtes waltet. Darum erhalte uns Gott unsern Kaiser und beschütze ihn und durch ihn unser Land, unser Reich; darum drängt sich uns am heutigen Tage in dieser weihevollen Stunde, wo wir das Namensfest unseres gütigen Fürsten feiern, ganz besonders dieser Segens- wunsch über unsere Lippen, Gn ich fordere Sie daher auf, mit mir einzustimmen in den Ruf: Se. Majestät, Franz Josef I., unser allergnädigster Kaiser und Herr, lebe hoch! hoch! hoch!“
In dieses„Hoch“ stimmten Lehrer und Schüler begeistert ein und schlossen die schöne Feier mit der Absingung der Volkshymne.
Am 24. und 25. Oktober empfingen die katholischen Schüler des Ober- gymnasiums und am 25. und 26. Oktober die Schüler des Untergymnasiums die heiligen Sakramente der Buße und des Altars.
Vom 9. November ab hielten die Herren Universitäts-Professoren Dr. Otto Cuntz und Dr. Wilhelm Gurlitt die durch Ministerial-Erlaß vom 28. Oktober 1892, Z. 24.269, und 14. Jänner 1893, Z. 27.364, für die Vertreter der philologischen und historischen Fächer an den Mittelschulen ins Leben gerufenen Vorträge über Gegenstände der Archäologie und Kunstgeschichte in der Weise, wie diese Vorträge schon in den elf voran- gegangenen Jahren an der hiesigen Universität abgehalten worden waren. Professor Cuntz sprach in sechs Doppelstunden über die Topographie des alten Roms; Professor Gurlitt, der in ebensovielen Stunden über die Er- gebnisse der Ausgrabungen im Heraion bei Argos zu sprechen beabsichtigte, erkrankte nach dem zweiten Vortrage und wurde am 13. Februar 1905 vom Tode dahingerafft.
Am 19. November, dem Namensfeste weiland Ihrer Majestät der Kaiserin, wurde zum Gedächtnis der hohen Verewigten vom Ehrendom- herrn Professor Dr. J. Stary ein feierliches Requiem in der Pauluskirche abgehalten, zu dem sämtliche Lehrer und die katholischen Schüler der Anstalt erschienen. Der Schulunterricht entfiel an diesem Tage.
Am 24. November starb der Schüler der II. Klasse b Leopold Escherich. Die Mitschüler ehrten den dahingeschiedenen Kollegen, dessen Leiche nach Wien überführt wurde, durch eine Kranzspende.
Am 27. November wurde beim Gottesdienste des Untergymnasiums die heilige Messe für den Verstorbenen aufgeopfert.
Am 28. November beglückwünschte eine Abordnung des Lehrkörpers sein ehemaliges hochverdientes Mitglied, den Herrn Hofrat Johann Alexander Rozek, k. k. Landesschulinspektor i. R., zum 80. Geburtstage.
1905.
Am 24. Jänner und am 5. Juni unterzog der k. k. Landesschulinspektor Herr Leopold Lampel die Anstalt einer teilweisen Inspektion.
Am 10. Februar starb der Schüler der I. Klasse a Johann Lesak und wurde am 12. Februar von Schülern und Lehrern der Anstalt zu Grabe geleitet; am 19. Februar wurde die heilige Schulmesse in der Pauluskirche für den Verstorbenen aufgeopfert. b
Am 11. Februar wurde das erste Semester geschlossen, am 15. begann das zweite.


