Aufsatz 
Festrede bei der Feier des 100jährigen Geburtstages der hochseligen Königin Luise
Entstehung
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Wir rufen den beiden aus unserm Collegium Ausgeschiedenen ein herzliches Lebewohl nach und wünschen den lieben Collegen in ihrer neuen Stellung ein freudiges und gedeihliches Wirken.

3) Jacob Wick, für Hermann Junker, der am Schluss des Schuljahres 1875 76 von seinem Amte zurücktrat, an Ostern 1876 provisorisch angestellt als Zeichenlehrer in den oberen Klassen, gab im Herbst desselben Jahres seine Stellung freiwillig auf.

Möge der wackere Mann in der mehr privaten Stellung, die er vorgezogen hat, sein schönes Talent mit Glück verwerthen.

c. Gesundheitszustand bei Schülerinnen und Lehrern; Schulbesuch überhaupt; Beurlaubungen.

1. Gesundheitszustand der Schülerinnen; Schulbesuch.

Der Gesundheitszustand war im Sommer ein recht günstiger, und auch im Winter, wiewohl die vorherrschende Feuchtigkeit nicht zuträglich sein konnte, kamen doch schwere Er- krankungen verhältnismässig selten vor.

Als erfreuliches Zeichen, dass das Haus beitragen will zur Handhabung der Ordnung in der Schule, darf hervorgehoben werden, dass bei mehrtägiger Versäumnis meist schon beim Be- ginn derselben Anzeige gemacht wurde.

Die meisten, durch Krankheit veranlassten längeren Versäumnisse betrafen die Kl. IXb; es fehlten 34 von 48 länger als drei aufeinander folgende Tage.

Von schweren Krankheiten, die sich zum Theil auf mehrere Monate erstreckten, sind folgende Fälle zu verzeichnen: Scharlach mit Diphtherie 7(2 mit tödtlichem Ausgang); Nerven- fieber 2; Fieber mit allgemeiner Schwäche 6; Lungenentzündung 2; Halsentzündung 13; Ma- sern 4; Wasserblattern 2; Hüftleiden 1; Keichhusten 1; äussere Uebel 10; Katarrh 11.

Vom Turnen waren im Winter 8 dauernd, 4 vorübergehend dispensirt.

Der Schulbesuch war erfreulicher Weise bei der überwiegenden Mehrzahl ein sehr regel- mässiger.

2. Gesundheitszustand der Lehrer und Beurlaubungen.

Auch der Gesundheitszustand im Lehrercollegium war ein sehr befriedigender. Im Winter- halbjahr war fast die Hälfte der Lehrer und Lehrerinnen gar nicht genöthigt auszusetzen. Mehr als drei Tage nach einander musste nur Herr Dr. Becker den Unterricht aussetzen, da er sich 14 Tage vor Weihnachten beim Aussteigen aus dem Tramwagen eine schwere Hand- und Armyver- letzung zugezogen hatte. Herr Pfarrer Roos war im diesem Winter durch Asthma und Husten leider genöthigt, öfter das Zimmer zu hüten und kann seit 5 Wochen nicht Unterricht ertheilen. Herr Direktor Eiselen, der die Freundlichkeit hatte, in diesem Winter seinen Cursus in Psycho- logie und Pädagogik bei den Schülerinnen der Seminarklassen zu vollenden, wurde, wie auch Herr Dr. Fritsch während der Prüfung der Einjährigen, zu der er committirt war, einige Male dem Unterricht entzogen. Zur Vertretung reichten die Kräfte des Collegiums aus, auch konnten zuweilen in den unteren Klassen die Schülerinnen der oberen Seminarklasse herangezogen