lehrkraft mit voller Stundenzahl ein. Für die neuſprachlichen Fächer überwies das Provinzial⸗ ſchulkollegium vom 22. Auguſt ab die Seminar⸗ kandidaten Bach und Wolf vom Gymnaſium in Wiesbaden; von Michaelis ab traten an ihre Stelle als wiſſenſchaftl. Hilfslehrer die Kandi⸗ daten(Studienaſſeſſoren) Karl Riemann und Dr. Friedrich Köhler. Daneben erteilten Hilfs⸗ unterricht im Nebenamt die Stadtſchulllehrer Rieder und Drinhaus. Zu Weihnachten 1914
ſchied Pfarrer Pflücker wieder aus dem Lehrerkollegium aus, um in Krajowa in Rumänien an der dortigen evangeliſchen Gemeinde eine Stelle als Pfarrer und
Leiter der deutſchen Schule zu übernehmen. Als Erſatz wurde vom Provinzial⸗Schulkollegium der Seminarkandidat Eduard Will vom Gym⸗ naſium zu Fulda der Anſtalt überwieſen. Am 11. Januar 1915 wurde endlich auch Oberlehrer Dr. Waga zur Fahne einberufen. Die Her⸗ anziehung einer neuen Hilfskraft machte ſich je⸗ doch nicht nötig, da eine Woche ſpäter, am 18. Januar, die erledigte Stelle des Elementar⸗ lehrers durch die Berufung des Lehrers Fried⸗ rich Koſſack beſetzt wurde. Den Religions⸗ Unterricht der drei oberen Klaſſen übernahm bis zur Rückkehr des Dr. Waga Pfarrer van der Emde in Odershauſen. Von den vorher Ge⸗ nannten haben Studienaſſeſſor Riemann bis Oſtern 1915, Will(ſeit 1. 3. 1916 wegen Krankheit beurlaubt) bis Oſtern 1916, Dr. Köhler bis Oſtern 1917 der Realſchule an⸗
gehört. Die Hilfstätigkeit der Stadtſchullehrer Drinhaus(zuletzt Schäfer), Rieder und(ſeit Neujahr 1915) Freſe erſtreckte ſich bis Februar 1916. Dagegen trat als wiſſenſchaftliche Hilfs⸗ kraft von Oſtern 1915 ab die frühere Lehrerin Frau Agnes Libbert in das Lehrerkollegium der Realſchule ein und wirkte in dieſer Stellung bis Ende des Jahres 1918.— Von den ordent⸗ lichen Lehrern der Realſchule kehrten aus dem Heeresdienſt wieder in ihre berufliche Tätigkeit zurück: 18. 1. 1916 Dr. Waga, 21. 2. 1916 Direktor Dr. Reichardt, der nun die Leitung der Anſtalt wieder ſelbſt übernahm, 24. 2. 1916 Zeichenlehrer Hoefer, Oſtern 1917(endgültig Oſtern 1918) Realſchullehrer Köſter, Neujahr 1919 Studienrat Konrad. Damit war endlich die friedensmäßige Zuſammenſetzung des Lehrer⸗ kollegiums wiedergewonnen.
Leiter und Lehrer der Realſchule unterſtehen in dienſtlichen Angelegenheiten ausſchließlich dem Provinzialſchulkollegium in Caſſel, bezw. dem Miniſter für Volksbildung. Ihre Dienſtoblie⸗ genheiten und Befugniſſe regelt die Dienſtanwei⸗ ſung für die Direktoren und Lehrer an den höheren Schulen Preußens vom 12. Dezember 1910, die jedoch in einzelnen Beſtimmungen ſeither Ab⸗ änderungen erfahren hat. Ein vom Lehrerkol⸗ legium gewählter Lehrerbeirat ſteht dem Direktor zur Seite. Ihm gehören gegenwärtig die Studienräte Konrad und Dr. Waga ſowie Ober⸗ ſchullehrer Köſter an.
IV. Die Schüler.
Die Entwicklung der Schülerzahl der Realſchule von 1900— 1925 wird folgende gekürzte
Ueberſicht ausreichend erkennen laſſen. Es beſuchten die Realſchule:
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5 S 2 G Wüldungen Wal 43 c. Preußen utichen gusland evang. kathol. V diſſid. israel. 1900/1 70 44 24 2—— 66—— 4 1904,5 109] 55 30 22 1 V 1 103 2 V— 4 1908,/9 157 89 463 21 1—-— 150 2— 5 1912/13 171 8 57 238— 159 2 1 9 1916/17 131 65 44 22— 123 1 1 6 1920/21 157 88 55 138 1— 144 3— 10 1924,25 176 97 61 181-— 158s 15— 8
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