Aufsatz 
Geschichte der Realschule zu Bad Wildungen 1900-1925. Denkschrift zu 25jährigen Bestehen der Städtischen Realschule zu Bad Wildungen
Entstehung
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Reifezeugnis am Realgymnaſium in Vegeſack und ſtudierte ſodann die neueren Sprachen ſowie Erdkunde an den Univerſitäten zu Mar⸗ burg, Grenoble, Greifswald, wo er am 20. 3. 1907 den Doktortitel erwarb, und Göttingen. Nachdem er kurze Zeit als Privatlehrer tätig geweſen war, legte er am 1. 2. 1912 das Staatsexamen zu Göttingen ab und ab⸗ ſolvierte das Seminarjahr am Andreas⸗Real⸗ gymnaſium in Hildesheim und das Probejahr an der Oberrealſchule an der Lutherkirche in Hannover. Vom 18. 5. 1916 bis 1. 1. 1919 gehörte er als wiſſenſchaftlicher Hilfslehrer dem Königlichen Realgymnaſium in Wiesbaden an, ſtand jedoch ſeit Ausbruch des Weltkrieges bis Ende November 1918 im Heeresdienſte. Seit 1. 1. 1919 als Studienaſſeſſor am Gymnaſium Philippinum in Marburg tätig, wurde er von dort Oſtern 1919 an die Realſchule in Wil⸗ dungen berufen und am 1. 7. als Studienrat feſt angeſtellt, ſtarb jedoch ſchon am 28. 2. 1921 an den Folgen einer ſchweren Verwundung.

20. Theodor Freſe, geboren am 30. Januar 1882 zu Wetterburg(Waldeck), beſuchte das Realgymnaſium in Arolſen, ſodann das Realgymnaſium in Caſſel, das er Oſtern 1900 mit dem Zeugnis der Reife verließ. Er ſtudierte neuere Philologie auf den Univer⸗ ſitäten Marburg, Berlin, Straßburg, nahm an den Ferienkurſen der Univerſität Gre⸗ noble teil und ſtudierte anſchließend ein Se⸗ meſter an dieſer Univerſität. Nach achtmonat⸗ lichem Aufenthalt in Frankreich kehrte er nach Marburg zurück und legte dort im Juli 1911 die Staatsprüfung ab. Sein Seminarjahr leiſtete er von Michaelis 1911 bis dahin 1912 am Wöhler⸗Realgymnaſium in Frankfurt a. M., das Probejahr Michaelis 1912 bis dahin 1913 an der Sachſenhäuſer⸗Oberrealſchule in Frank⸗ furt⸗Sachſenhauſen ab. An derſelben Anſtalt, ſowie an der Klinger⸗Oberrealſchule(Studien⸗ anſtalt realgymnaſialer Richtung) in Frankfurt a. M. wurde er ein halbes Jahr als wiſſen⸗ ſchaftlicher Hilfslehrer beſchäftigt. Von Oſtern 1914 bis dahin 1921 war er in derſelben Eigenſchaft an der Oberrealſchule am Zieten⸗ ring in Wiesbaden tätig, mit Unterbrechung vom 13. März bis 28. Juli 1916, wo er zum Kriegsdienſt einberufen war. Oſtern 1921 wurde er an die Realſchule in Bad Wildungen berufen und am 1. Juli 1921 als Studienrat angeſtellt.

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Eine unbeſetzte Stelle an der Realſchule verſah vorübergehend die Lehrerin an der Stadtſchule Fe Eichler(Mai⸗Juni 1900) und Cand phil.

ürſten(Aug.⸗Sept. 1900); als Vertreter für erkrankte oder zu militäriſchen Uebungen einge⸗ zogene Lehrer zeitweilig an derſelben beſchäftigt waren die Lehramtskandidaten(Studienreferen⸗ dare oder ⸗Aſſeſſoren) Roſalewski(Mitte Nov. 1906 bis Oſt. 1907), Dr. Ernſt Löwe(von Oſtern bis zu den Sommerferien 1907), Ballauf(Herbſt⸗ vierteljlahr 1908), Dr. Schindehütte(April⸗ Mai 1910), Dr. Henkel(Herbſt 1910 bis Som⸗ mer 1911), Bergmann(Mai⸗Juni 1912), Wiſ⸗ ſeler(von Neujahr bis Oſtern 1913), Dr. Werneburg(von Oſtern bis zu den Sommer⸗ ferien 1913), Schubotz Auguſt⸗Sept. 1913), u. Mehmel(vom 12. 6. bis 1. 8. 1914; an der Anſtalt geführt bis 31. 1. 1919); nach dem Kriege Studienaſſeſſor Flecken(26. 8. bis 1. 10. 1920). Zur Ablegung des Probejahres der Realſchule überwieſen und dann an derſelben als überzählig weiterbeſchäftigt wurde Lehramts⸗ kandidat Hartnuß von 11. 10. 1912 bis Oſtern 1914; auf ſeinen Wunſch als überzähliger Hilfs⸗ lehrer der Realſchule zugewieſen Studienaſſeſſor Schellenberg vom 21. 8. 1923 ab. Tiefergreifende Störungen und häufigen Wechſel im Lehrer⸗ kollegium der Realſchule brachten naturgemäß die Kriegsjahre, zumal die erſten. Als am 4. Auguſt 1914 der Unterricht nach den Sommerferien wieder beginnen ſollte, konnten von den 9 Lehrkräften der Anſtalt nur 4 ihre unterrichtliche Tätigkeit aufnehmen, da die üb⸗ rigen, die Oberlehrer Konrad und Böttger, Zeichenlehrer Hoefer, Elementarlehrer Behnken und Kandidat Mehmel laut ihrer Mobilma⸗ chungsbefehle gleich in den erſten Tagen der Mobilmachuug in das Heer eintreten mußten. Der Unterricht mußte mit beſchränkter Stunden⸗ zahl unter die noch zurückbleibenden Direktor Dr. Reichardt, Profeſſor Dr. Ortloff, Oberlehrer Dr. Waga und Realſchullehrer Köſter verteilt werden. Am 17. Auguſt erhielten ferner Direk⸗ tor Dr. Reichardt und Realſchullehrer Köſter ihre Einberufungen, ſodaß von dem geſamten Lehrerkollegium nur noch Profeſſor Dr. Ortloff und Oberlehrer Dr. Waga unterrichten konnten. Die Leitung der Anſtalt ging an Profeſſor Dr. Ortloff über, und die Heranziehung von Hilfs⸗ kräften machte ſich nun unbedingt nötig. Am 20. Auguſt trat mit Genehmigung des Provin⸗ zial⸗Schulkollegiums Pfarrer Pflücker aus Bad Wildungen in das Lehrerkollegium als Hilfs⸗