und beſtand die erſte Lehramtsprüfung am 20. Februar 1896 und die zweite am 9. November 1898. Von Oſtern 1899 bis Michaelis 1901 war er zum Beſuch der Kunſtgewerbeſchule in Dresden beurlaubt. Er beſtand die Prüfung als Zeichenlehrer für Volks⸗ und höhere Schu⸗ len in Dresden am 29. November 1901. Seit 1. Dezember 1901 war er an der Volksſchule zu Potſchappel tätig und unterrichtete gleichzei⸗ zeitig an der Dresdener Handwerker⸗Fachſchule. Seit 1. März 1904 wirkt er als Zeichenlehrer (Oberſchullehrer) an der hieſigen Realſchule.
10. Ludwig Konrad wurde am 17. Oktober 1877 zu Hiltersklingen bei Erbach i. O. (Großh. Heſſen) geboren. Er beſuchte die Real⸗ ſchule zu Michelſtadt i. O. und das Großh. Realgymnaſium zu Darmſtadt. Dann ſtudierte er an der Techniſchen Hochſchule zu Darmſtadt und der Heſſ. Landesuniverſität zu Gießen Mathematik, Phyſik, Erdkunde und Germaniſtik und beſtand am 2. März 1901 die Staats⸗ prüfung für das höhere Lehramt. Von Oſtern 1901 bis Oſtern 1902 abſolvierte er ſein Seminar⸗ jahr(Akzeß) am Großh. Neuen Gymnaſium zu Darmſtadt. Von Oſtern 1902 bis Oſtern 1903 war er mit der Verwaltung einer Oberlehrer⸗ ſtelle an dem Progymnaſium zu Dieburg(Heſ⸗ ſen) betraut und wurde am 1. April 1903 zum Lehramtsaſſeſſor ernannt. Vom 1. April 1903 bis 1. April 1904 genügte er im 1. Großh. Heſſ. Infanterie⸗Leibgarde⸗Regiment Nr. 115 zu Darmſtadt ſeiner Militärpflicht. Am 30. März 1904 wurde durch das Provinzialſchulkollegium zu Caſſel die Beſtätigung ſeiner Wahl zum Oberlehrer an der Realſchule zu Wildungen ausgeſprochen. Später zum Profeſſor ernannt, iſt er noch heute an der Anſtalt als Studienrat tätig.
11. Max Brettſchneider wurde am 19. März 1875 zu Berlin geboren. Seine Schulbildung genoß er in ſeiner Vaterſtadt, die Vorbildung zu ſeinem Berufe auf der Prä⸗ parandenanſtalt und dem Lehrerſeminar zu Elſterwerda. Das erſte Lehrerexamen legte er im Auguſt 1895 zu Elſterwerda, das zweite im Mai 1900 zu Eisleben ab. Vom Oktober 1895 bis dahin 1901 verwaltete er eine Lehrerſtelle in Frauwalde. Vom Oktober 1901 bis Oktober 1905 war er an der Realſchule zu Salzungen (S.⸗Meiningen) tätig. Von Michaelis 1905 bis Oſtern 1907 widmete er ſich privaten Stu⸗
dien an der Univerſität zu Berlin, übernahm jedoch zugleich während der großen akademiſchen Ferien kurze Vertretungen an verſchiedenen Berliner Schulen. Mit ſeiner Berufung an die Realſchule zu Bad Wildungen trat er Oſtern 1907 wieder in den ordentlichen Schul⸗ dienſt ein. Als Elementarlehrer gehörte er der Schule bis Herbſt 1909 an. Er verließ ſie, um ſich wieder privaten Studien zuzuwenden.
12. Ludwig Wollenhaupt wurde am 29. Auguſt 1882 zu Großenbehringen(Herzogt. Gotha) gevoren, beſuchte das Herzog⸗Ernſt⸗Se⸗ minar zu Gotha von 1896—1902 und beſtand im März 1902 die 1., im März 1904 die 2. Lehrerprüfung zu Gotha. Nachdem er einige Jahre als Hauslehrer in Oberhof i. Th. tätig geweſen, ging er im März 1905 in gleicher Eigenſchaft nach Chile und war dort von April bis Dezember 1908 Lehrer an der deutſchen Bürgerſchule in Valparaiſo. In die Heimat zurückgekehrt, wurde er am 1. April als Lehrer an der Bürgerſchule in Neuſtadt b. Coburg angeſtellt. Von dort als Elementarlehrer an die Wildunger Realſchule berufen, wirkte er hier von Oſtern 1910 bis Oſtern 1913. Nach ſeinem Ausſcheiden bezog er zu ſeiner wiſſenſchaftlichen Weiterbildung die Univerſität Jena, nahm dann am Weltkriege als Kriegsfreiwilliger teil und lebt jetzt in Weimar.
13. Hermann Böttger wurde am 21. Juli 1884 zu Aachen geboren, beſuchte das Realgymnaſium in Siegen, wo er Oſtern 1902 das Reifezeugnis erhielt. Er ſtudierte neuere Sprachen und Deutſch an den Univerſitäten Berlin, Bonn und Marburg und beſtand die Oberlehrerprüfung am 10. Mai 1907. Nachdem er ſeiner Dienſtpflicht beim Inf.⸗Reg. 29 in Trier genügt hatte, wurde er dem Königlichen Gym⸗ naſium in Kulm(Weſtpreußen) als Seminar⸗ kandidat überwieſen. Das Probejahr leiſtete er am Realgymnaſium in Kulmſee(Weſtpreußen) ab; gleichzeitig war er als kom. wiſſenſchaftlicher Hilfslehrer beſchäftigt. Am 1. Oktober 1910 wurde er zum Oberlehrer am Königlichen Gym⸗ naſium in Kulm ernannt. Am 1. Juli 1911 trat er als Oberlehrer an die Realſchule in Bad Wildungen über. Bei Beginn des Welt⸗ krieges zum Heeresdienſt eingezogen, dann jahre⸗ lang Kriegsgefangener in Frankreich und zu ſeiner Erholung in der Schweiz interniert, wurde er als Lehrer der Realſchule geführt bis Oſtern


