Aufsatz 
Geschichte der Realschule zu Bad Wildungen 1900-1925. Denkschrift zu 25jährigen Bestehen der Städtischen Realschule zu Bad Wildungen
Entstehung
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1904 dem ſcheidenden Direktor Dr. Koch in ſeiner Stellung nach. Bis 30. Juni 1921 be⸗ hielt er auch die Leitung der Stadtſchule neben⸗ amtlich bei.

4. Wilhelm Dreſen, am 30. November 1864 in Mühlheim a. d. R. geboren, beſtand die Reifeprüfung am Realgymnaſium ſeiner Vaterſtadt Oſtern 1883. Von da an bis Micha⸗ elis 1886 ſtudierte er romaniſche und engliſche Philologie in Marburg und unterzog ſich Auguſt 1888 der Staatsprüfung. Sein Probejahr leiſtete er am Gymnaſium in Mühlheim a. d. R. von Michaelis 1888 bis dahin 1889 ab und wurde an derſelven Anſtalt noch zwei und ein halbes Jahr als wiſſenſchaftlicher Hilfslehrer be⸗ ſchäftigt. Von dort ging er in derſelben Eigen⸗ ſchäft an die Realſchule zu Meiderich a. Rh. bis Michaelis 1894, war dann ein Jahr an der Handelsſchule in Teplitz i. Böhmen und 2 Jahre an der Handelsakademie in Reichenberg i. Böh⸗ men als ordentlicher Lehrer tätig. Michaelis 1897 bis Michaelis 1900 war er ordentlicher Lehrer an der höheren Knabenſchule in Schwie⸗ bus, ſeitdem Oberlehrer(ſpäter Proſeſſor) an der hieſigen Realſchule. Er ſtarb am 13. Sep⸗ tember 1910.

5. Wilhelm Ortloff, geboren am 1. Dezember 1870 zu Weimar, beſuchte das Real⸗ gymnaſium in Weimar und beſtand Oſtern 1891 die Reifeprüfung. Er ſtudierte alsdann in Jena und München Mathematik und Naturwiſſen⸗ ſchaften, promovierte im März 1895 und beſtand die Staatsprüfung im Mai 1896 in Jena. Das Seminarjahr abſolvierte er Oſtern 1896 bis da⸗ hin 1897 am Gymnaſium in Jena, das Probe⸗ jahr Oſtern 1897 bis dahin 1898 am Realgym⸗ naſium in Eiſenach. Im Schuljahr 1898/99 hatte er eine wiſſenſchaftliche Hilfslehrerſtelle am Gymnaſium in Sondershauſen inne. Er wurde Oſtern 1899 als wiſſenſchaftlicher Hilfslehrer nach Wildungen berufen und am 1. Oktober 1899 definitiv als wiſſenſchaftlicher Lehrer an⸗ geſtellt. Seit Oſtern 1900 wirkt er als Ober⸗ lehrer(ſpäter Profeſſor, dann Studienrat) an der Realſchule.

6. Paul Hüttenhain wurde am 12. September 1869 in Hilgenbach i. W. geboren. Er beſtand die Reifeprüfung Oſtern 1890 am Realgymnaſium zu Iſerlohn, wandte ſich zuerſt der militäriſchen Laufbahn zu, die er aber nach

beſtandener Offiziersprüfung 1891 aufgab, um ſich dem Studium der Theologie zu widmen. Nachdem er nachträglich das Reifezeugnis des Gymnaſiums Oſtern 1893 in Hagen i. W. er⸗ worben, legte er im März 1896 die Turnlehrer⸗ prüfung und im Auguſt 1896 am Seminar zu Dillenburg die erſte Lehrerprüfung ab. Im Ok⸗ tober 1897 beſtand er die Prüfung für Mittel⸗ ſchulen in Lateiniſch und Franzöſiſch. Von No⸗ vember 1896 bis Oſtern 1898 hatte er eine Lehrerſtelle an der Volksſchule in Günnigfeld i. W. und darauf von Oſtern 1898 bis Micha⸗ elis 1899 eine wiſſenſchaftliche Lehrerſtelle an der höheren Lehranſtalt in Langendreer i. W. inne. Seitdem war er als wiſſenſchaftlicher Hilfs⸗ lehrer an der hieſigen Realſchule tätig. Oſtern 1902 ſchied er aus dieſer Stellung wieder aus.

7. Eduard Freſe wurde am 8. Dezember 1875 in Wellen(Waldeck) geboren. Nachdem er die Präparandenſchule in Herborn und das Seminar in Schlüchtern beſucht hatte, beſtand er die erſte Lehrerprüfung am 20. Auguſt 1895 und die zweite am 20. Juni 1898 in Schlüch⸗ tern. Seine erſte Anſtellung erhielt er an der Volksſchule in Oesdorf Michaelis 1895. Er vertauſchte dieſe Stelle Oſtern 1899 mit einer Lehrerſtelle an der Volksſchule in Herringen i. W. Von Oſtern 1901 bis 1. März 1904 war er als Zeichenlehrer an der Realſchule tätig; dann trat er zur Stadtſchule über, an welcher er noch wirkt.

8. Rudolf Köſter wurde am 27. Sep⸗ tember 1871 zu Oldenburg im Großherzogtum geboren. Er beſuchte das Seminar zu Olden⸗ burg von Oſtern 1887 bis 1891. Die erſte Lehrerprüfung beſtand er dort am 15. März 1891, die zweite am 18. Juni 1895. Im No⸗ vember 1900 unterzog er ſich in Oldenburg der Mittelſchullehrerprüfung für Franzöſiſch und Engliſch. Seine erſte Anſtellung erhielt er an der Volksſchule zu Holzhauſen i. O. In den folgenden Jahren war er an den Schulen zu Oberlethe, Atens und Toſſens tätig und zuletzt vom Herbſt 1898 bis Ende Juni 1902 zu Brake i. O. Seit 1. 7. 1902 iſt er als wiſſenſchaft⸗ licher Lehrer(Oberſchullehrer) an der Realſchule angeſtellt.

9. Guido Höfer wurde am 7. April 1876 zu Gohlis bei Leipzig geboren. Er be⸗ ſuchte das Seminar zu Grimma und Rochlitz