als Mathematiker(zum Erſatz für den ausſchei⸗ denden Direktor Dr. Koch, in deſſen Stellung Dr. Neichardt einrückte) Oberlehrer Konrad. Oſtern 1907 wurde eine weitere(S8.) Lehrerſtelle für den elementaren, Turn⸗ und Geſang⸗Unter⸗ richt geſchaffen und zunächſt mit Lehrer Brett⸗ ſchneider(bis Herbſt 1909), dann mit Lehrer Wollenhaupt(Oſt. 1910— Oſt. 1913) beſetzt. Für den am 13. 9. 1910 verſtorbenen Ober⸗ lehrer(Prof.) Dreſen trat Oſtern 1911 Ober⸗
lehrer Böttger ein; den am 25. 10. 1913 ver⸗
ſtorbenen Oberlehrer(Prof.) Knobeloch erſetzte im Herbſt desſelben Jahres Oberlehrer Dr. Waga. Als Elementar⸗, bezw. Turn⸗ und Geſanglehrer folgten ſich weiter die Lehrer Behnken(Oſt. 1913, gefallen bei Haut le Bas 23. 10. 1914), Koſ⸗ ſack(Neuj. 1915— Mich. 1917) und Dahms. Der Oſtern 1917 zur weiteren Ableiſtung ſeines Probejahrs der Realſchule überwieſene Kand. des höh. Lehramts Reichmann übernahm Oſt. 1918 die neu geſchaffene Stelle eines wiſſen⸗ ſchaftl. Hilfslehrers und hatte dieſelbe bis zu ihrer Aufhebung(infolge des Beamten⸗Abbaus) Oſt. 1924 inne. Dem Oſtern 1919 ausgeſchiedenen Oberlehrer Böttger folgte Oberlehrer Dr. Zeddies († 28. 2. 21), dieſem Oſtern 1921 Studienrat Freſe. Zur Zeit beſteht das Lehrerkollegium der Realſchule alſo aus dem Stud.⸗Dir. Dr. Reich⸗ ardt, den Studienräten Dr. Ortloff, Konrad, Dr. Waga und Freſe, ſowie den Oberſchul⸗ lehrern Köſter(für neuere Sprachen), Hoefer (Zeichenlehrer) uud Dahms(Turn⸗ und Geſang⸗ lehrer).
Dieſer allgemeinen Ueberſicht mögen nun kurze Abriſſe des Lebens⸗ und Bildungsganges der von Oſtern 1900— Oſtern 1925 an der Realſchule in planmäßigen Stellen tätigen Lehrer— nach der Zeit des Eintritts geordnet — folgen:
1. Franz Karl Auguſt Koch, geboren am 4. Dezember 1856 in Weimar, beſuchte das dortige Realgymnaſium und beſtand Oſtern 1874 die Reifeprüfung. Er ſtudierte von Oſtern 1874 bis Michaelis 1877 in Jena und von Oſtern bis Weihnachten 1882 in Kiel Mathematik und Naturwiſſenſchaften. Von Michaelis 1877 bis dahin 1878 genügte er ſeiner militäriſchen Dienſtpflicht. Er promovierte in Jena im Sommer 1877 und beſtand die Prüfung pro fac. doc. in Kiel im Dezember 1882. Von Michaelis 1878 bis Oſtern 1882 war er als Lehrer der Naturwiſſenſchaften an der landwirt⸗
ſchaftlichen Lehranſtalt zu Hohenweſtedt in Hol⸗ ſtein, darauf von Oſtern 1883 bis Michaelis 1885 als Lehrer, von Michaelis 1885 an als Dirigent des Garnier'ſchen Inſtituts in Fried⸗ richsdorf am Taunus tätig. Ein Jahr ſeiner Lehrtätigkeit in Friedrichsdorf wurde ihm durch Verf. des Miniſters als Probejahr angerechnet. Michaelis 1891 wurde er zum Rektor der neu⸗ organiſierten Stadtſchule in Wildungen ernannt. Seit Oſtern 1900 Direktor der anerkannten Realſchule, ſchied er Oſtern 1904 aus dieſer Stellung, um die Leitung der Landwirtſchafts⸗ ſchule in Eldena i. P. zu übernehmen. Herbſt 1921 trat er in den Ruheſtand und ſiedelte nach Jena über, wo er am 18. Oktober 1924 verſtarb.
2. Georg Knobe loch, geboren am 12. Juni 1848 zu Albersweiler bei Landau i. d. Pfalz, beſuchte das Gymnaſium zu Heidelberg und beſtand im Auguſt 1867 die Reifeprüfung am Gymnaſium zu Speier. Er beſuchte dann die Univerſitäten Heidelberg und Jena, um Theologie zu ſtudieren. Er legte die theolo⸗ giſche Staatsprüfung 1873 in Karlsruhe ab und wurde nach vorübergehender Beſchäftigung als Hilfsgeiſtlicher zum Pfarrer nach Sachſenberg i. Waldeck berufen. 1876 übernahm er das Rektorat der höheren Bürgerſchule in Wildungen. Bei der Reorganiſation 1891 wurde ihm die erſte wiſſenſchaftliche Lehrerſtelle übertragen. Seit Oſtern 1900 Oberlehrer, ſpäter Profeſſor an der Realſchule, ſtarb er am 25. Oktober 1913.
3. Carl Reichardt wurde am 25. De⸗ zember 1865 zu Eisleben geboren. Er verließ das Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt Oſtern 1885 mit dem Zeugnis der Reife und ſtudierte auf den Univerſitäten Halle a. S. und Bonn Ge⸗ ſchichte, Geographie und Philologie. In ſeinen beiden erſten Studienſemeſtern genügte er in Halle ſeiner Militärpflicht. Er promovierte Januar 1890 in Halle a. S., legte die Staats⸗ prüfung in Halle a. S. im Mai 1891 ab und beſtand die Turnlehrerprüfung ebenfalls in Halle im März 1894. Sein Seminarjahr leiſtete er von Michaelis 1891 bis dahin 1892 am Gym⸗ naſium in Wernigerode und das Probejahr Michaelis 1892 bis dahin 1893 am Gymnaſium zu Schleuſingen ab. Oſtern 1894 wurde er als wiſſenſchaftlicher Hilſslehrer an die Wildunger Stadtſchule berufen und Oſtern 1895 als wiſſen⸗ ſchaftlicher Lehrer definitiv angeſtellt. Seit 1900 Oberlehrer an der Realſchule, folgte er Oſtern


