und gern nahmen sich alle den vom frühen Morgen bis späten Abend tätigen Direktor zum Vorbild. Seinem Beispiel nacheifernd arbeitete ein jedes Mitglied des Lehrerkollegiums nach besten Kräften und half so an dem Aufbau der Schule, in deren Entwicklung das zunächst gesteckte Ziel, die Anerkennung als eine sechsklassige höhere Schule, unmittelbar bevorstand. Das zu erleben sollte aber unserem Freunde nicht beschieden sein. Mitten in der Arbeit ereilte ihn plötzlich und unerwartet angesichts seiner Wirkungsstätte der Tod. Und trotz der Härte des Schlages liegt in diesem jähen Abschluß etwas Versöhnliches: Bis zum letzten Augenblick hat er arbeiten dürfen für Familie und Schule, der schmerzliche Abschied nach einem langen Krankenlager blieb ihm erspart. War es ihm auch nicht vergönnt, länger zu wirken und das begonnene Werk zu vollenden, so sehen wir doch die Frucht seiner Arbeit in dem Geist, den er in die Schule getragen hat, und der noch recht lange nier walten möge, das Dichterwort bestätigend: „Die Stätte, die ein guter Mensch betrat, ist eingeweiht.«
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