Aufsatz 
Zur Schiller-Feier.
(Ansprache an die Schüler der Anstalt, gehalten am 9. Mai 1905.)
Entstehung
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nicht allzu praktisch: recht häufig bricht das Ansatzende des Röhrchens ab, was unliebsame Unterbrechungen im Unterrichts- betriebe verursacht, die unter den jetzigen Verhältnissen kurz bemessene Arbeitszeit und große Schülerzahl unter allen Umständen vermieden werden müssen.

Verf. hat es mit folgender Methode versucht, die sich bis nun bewährt hat: Für eine gewöhnliche Eprouvette oder auch einen Stumpf einer solchen durch Zuschmelzen einer bloß durchgestoßenen erhalten wird ein passender Kork aus- gesucht, derselbe mit der Zange oder der Stiefelsohle recht weich gemacht und hierauf mit einem scharfen Messer durch einen radialen Längsschnitt bis zur Achse eingeschnitten. In den so entstandenen Spalt wird der Platindraht eingeklemmt und der Kork unter drehender Bewegung in die Eprouvetten- mündung eingesetzt.

Man kann auf diese Art noch recht kurze Drahtstücke verwenden; steht aber ein verhältnismäßig längerer Draht zur Verfügung, so bleibt ein entsprechendes Stück in der Eprouvette geschützt aufbewahrt und kann nach Bedarf mit der Pinzette, eventuell unter teilweiser Lüftung des Korkes, herangezogen werden.

Es kann auf diese Weise erfahrungsgemäß an Draht ge- spart werden, weil die allzu kurzen Reste voll und ganz heraus- genommen und etwa der Auflösung in Königswasser zugeführt werden können, während beim Einschmelzverfahren fast immer Stücklein Draht mit den Glasscherben in Verlust geraten.

16. Über eine Art, größere Stopfen, die stärkerem Drucke ausgesetzt sind, im Halse einer Flasche sicher festzuhalten.

Muß eine mit Flüssigkeit gefüllte Flasche in umgekehrter Lage aufgestellt werden(z. B. die Schwefelwasserstoff-Auf- bewahrungsgefäbe des Verf.) oder soll eine sogenannteMa- riotte'sche Flasche zur Anwendung kommen(etwa bei der Destillationsvorrichtung des Verf.), so hat der Stopfen natur- gemâäß einen größeren Druck zu erleiden und muß daher im Flaschenhalse oder Tubus sorgfältig befestigt werden.

Man kann sich zu dem Ende mit gutem Erfolge der Draht- oder Spagatschlingen bedienen, die bei Arendt(Technik der Experimentalchemie, 3. Aufl., S. 148) und anderen ausführlich beschrieben werden. Wird aber zum Verschluß ein Kautschuk- stopfen, dem in vielen Fällen der Vorzug vor dem Korke zu geben ist, verwendet, so ist die angedeutete Befestigungsart nicht zu empfehlen, weil dadurch das wertvollere Material starke Strangulierungsmarken bekommt, also geradezu leidet.

Zur Schonung der größeren und daher verhältnismäßig teuren Kautschukstopfen empfiehlt sich ein Messingplatten-