Aufsatz 
Zur Schiller-Feier.
(Ansprache an die Schüler der Anstalt, gehalten am 9. Mai 1905.)
Entstehung
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weichen gehindert werden, wenn die Probe nach der Ausfällung durch ein Gläschen mit Kalkmilch ersetzt wird. Dab dieses Glasröhrchen bei Ausführung einer neuen Reaktion gründlich zu reinigen ist, versteht sich wohl von selbst. Dies wird aber der Vollständigkeit wegen noch besonders erwühnt.

6) Der Apparat gestattet aber auch einen langandau- ernden Gasstrom zu liefern, wie es bei Sättigung von fünf und mehr Litern Wasser mit Schwefelwasserstoff nötig wird. Auch dies kann in hygienischer Hinsicht vollkommen befriedigend ausgeführt werden. Die Weite des Rahmens gestattet, zwischen Gasentwickler und Absorptionsgefäß eine Flasche mit fünf, sechs und mehr Liter Inhalt auf die Bodenplatte zu stellen.

Das Gaszuleitungsrohr der wie S. 11 oder S. 12 angegeben adjustierten Flasche wird mit dem Schlauche, der vom Drei- weghahn abwurts führt, verbunden, bei entsprechender Stellung des Dreiweghahnes durch Hebung des Säuregefüßes die Säure zum Schwefeleisen zugelassen und so die Gasentwicklung be- wirkt. Das aus der Flasche unverschluckt abziehende Gas wird in eine Absorptionsvorrichtung weitergeleitet, die, auf einem entsprechenden Ständer befestigt, mit dem gasableitenden Rohre der Flasche leicht in Verbindung gebracht werden kann.

Um dem Gase den durch die hohe Wassersäule bewirkten Gegendruck leichter überwinden zu lassen, wird der Hahn ge- schlossen, der das im Halse der Säurebirne steckende Ab- sorptionsrohr gegen außen hin abschließt.

Wie während des Durchleitens von Gas auf dieStärke des Schwefelwasserstoffwassers geprüft wird, ist früher(S. 12 u. 13) angegeben worden.

Merkt man eine beträchtliche Abschwächung des Gas- stromes, so wird der Kautschukschlauch, welcher Säure- und Schwefeleisengefäß miteinander verbindet, abgequetscht und durch Offnen des Stopfens im Ansatzrohr des Entwicklers die trüge wirkende und stark getrübteSäure in ein darunter gestelltes Gefuß laufen gelassen, in dem sich Kalkmilch befindet; hierauf wird der Stopfen wieder eingefügt, die Quetsche gelüftet und damit frischer Süure der Eintritt in den Entwickler gestattet.

Bei der eben beschriebenen Anordnung und Handhabung wird die Säure fast ganz ausgenützt, eine oft so lstige Kristall- bildung erscheint ausgeschlossen und der Gasstrom kann sehr gut geregelt werden. Außerdem genügt der Apparat den For- derungen der Reinlichkeit im allgemeinen und der Hygiene im besonderen in einer recht befriedigenden Weise.

15. Der bei den Flammenreaktionen verwendete Platindraht wird gewöhnlich mit einem Ende in ein Glasröhrchen einge- schmolzen. Diese Befestigungsart erweist sich bei Anfängern I. Bez. 2